„Frühling“ und Stadtkapelle Gersthofen

Im wunderbaren Ambiente der Stadthalle Gersthofen gelang den Musikern der Stadtkapelle Gersthofen um Dr. Rainer Schaller und Manfred-Andreas Lipp ein beglückendes Frühlingskonzert, das durch Beiträge passender Gäste sinn- und humorvoll aufgewertet wurde.
 
Die Stadtkapelle Gersthofen mit ihrem Dirgenten Manfred-Andreas Lipp erfreute das Publikum in der vollbesetzten Stadthalle mit einem erfrischenden Frühlingskonzert.

Bei ihrem traditionellen Frühlingskonzert startete die Stadtkapelle Gersthofen mit Musik aus der k.u.k. Monarchie voll durch, schrieb damit weiter an seiner Erfolgsgeschichte und wurde mit Standing Ovations gefeiert.

Das Motto „Die ganze Welt ist himmelblau“ wurde vorbildlich umgesetzt und mancher der zahlreichen Gäste staunte darüber, was ein Blasorchester zu bieten hat, wenn kreative Köpfe und fähige Musiker zusammenarbeiten.
100 Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges waren Pulverdampf und Kaiserreich Vergangenheit, sodass mit der Musik aus der Habsburger Monarchie Positives assoziiert werden konnte.
1. Vorsitzender Dr. Rainer Schaller und sein Team im Vorstand hatten in Zusammenarbeit mit Dirigent Manfred-Andreas Lipp und den 50 Musikerinnen und Musikern des stattlichen Klangkörpers auf Romantik, Klangeffekte, Solisten, Darsteller und zahlreiche Gäste gesetzt.
Die Kompositionen von Johann Nowotny, Carl Michael Ziehrer, Julius Fučik, Johann Strauss, Johannes Brahms und Robert Stolz bildeten einen roten Faden aus beliebten „Ohrwürmern“. Deutschland und Österreich verband zu beginn des Konzertes der „92er Regimentsmarsch“ wo im Trio von den Tenorhörnern (Peter Dumler, Maximilian Janetschek, Peter Müller, Timo Thöle) die Kaiserhymne, seit 1922 Deutsche Nationalhymne, mit großem Klang zu hören war.
Der Höhepunkt des Abends war gleichzeitig auch die größte Herausforderung für das Orchester, denn innerhalb von 50 Minuten stellte Manfred-Andreas Lipp ein großes romantisches Tongemälde unter dem Titel „Der Traum eines österreichischen Reservisten“ vor. Für manchen Besucher reichte die Zeit nicht aus, die vielen Melodien, Geräusche, Solisten, Musikstile, Ansagen und Kommandos spontan zu verarbeiten.

Großes Lob für das Orchester

Ein großes Lob gilt hier der Leistung des Orchesters, das mit Konzentration und musikalischem Ausdruck dem Anspruch des gigantischen Werkes gerecht wurde. Als versierte Feldtrompeter gelangen unter Konzertmeister Herbert Feirtag den Kollegen Lothar Specht, Bruno Ott und Dominik Specht bestens intonierte Fanfarensignale. Die Standartenabordnung der Stadtkapelle (Franz Ammann, Adolf Olbrich, Andreas Schürner) und Mitglieder der Wertinger Reservistenkameradschaft und der „Chevaulegers“ Kameradschaft Augsburg (Ernst König, Fritz Schombacher, Leonhard Schuster) bereicherten den Abend genauso wie Powerpoint, Technik und Spezialeffekte von Peter Wahl, Timo Thöle und Stephan Baumann. Der Historiker und Major der Reserve, Alfred Sigg aus Wertingen, gab in drei kurzen Einlagen, auf seine unverwechselbare humorvolle und schwäbische Art, Einblicke in die Entstehungszeit dieser speziellen, programmatischen Musik.
Ein besonderer Effekt war das wienerische Element das der Zithervirtuose Lothar Lägel beisteuerte.
Nach der Pause moderierte Dr. Rainer Schaller das Programm, das mit dem „Florentiner Marsch“, bei dem sich Maria Kügler, Karolina Wörle und Lothar Specht souverän ihrer Soli entledigten, den zweiten Teil eindrucksvoll eröffnete. Die „Geschichten aus dem Wienerwald“, ein großer Konzertwalzer gaben Rainer Schmied (Klarinette), Petra Stahl (Flöte) und Lothar Lägel aus Mühldorf am Inn (Zither) Gelegenheit auch solistisches Können unter Beweis zu stellen. Der Zauber der Walzerklänge und ihr wiegender Rhythmus ließen manchen Besucher nicht mehr ruhig sitzen. Eindrucksvoll erinnerte Lothar Lägel mit seiner Zugabe an das Schauspiel des Ödön von Horwart bei dem die Zither sogar als Waffe eingesetzt werden sollte mit einem Titel von Georg Kreissler.

Klangvolles Finale

Mit Johannes Brahms „Ungarischem Tanz Nr. 6“ und einer Melodienfolge unter dem Titel „Die ganze Welt ist himmelblau“ im Ernst-Mosch-Klang, fand die Stadtkapelle Gersthofen unter ihrem emotionalen, temperamentvollen musikalischen Leiter Manfred-Andreas Lipp zu einem ebenso beschwingten, wie klangvollen Finale. Gudrun Walter hatte sich mit einer Solokadenz im Stile eines Zigeunerpirosch beim ungarischen Tanz solistisch vorgestellt. Das Bassregister (Manfred Hackl, Reinhard Kiendl, Frederik Merk, Tobias Mitelmaier, Rudolf Heinle) sorgte mit seinen Grundtönen während des gesamten Konzertes für ein solides rhythmisches und harmonisches Fundament, das durch Michaela Dumler (Fagott) und Johanna Rehberger (Bassklarinette) mit feinen Klangfarben ergänzt wurde. Im Diskant brillierten Karolina Wörle (Piccolo), Petra Stahl und Miriam Feirtag an den Flöten.
Das Publikum in der vollbesetzten Stadthalle Gersthofen forderte unter frenetischem Beifall Zugaben, die mit dem Marsch „Tiroler Adler“, der „Telefonbuch-Polka“ mit Zithersolist Lothar Lägel sowie einem weitern Ungarischen Tanz zum Motto des Abends passend gerne gewährt wurden.
Fazit: Die Stadtkapelle Gersthofen ist wieder erfolgreich durchgestartet!

Am Sonntag, den 6. April wird das Konzert der Stadtkapelle Gersthofen in Dillingen an der Donau im Rahmen einer Benefizveranstaltung des Lions-Club Dillingen um 16:00 Uhr im Stadtsaal in Dillingen wiederholt.
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 05.04.2014
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.