Flinke Socke - Pestalozzi Grundschüler helfen Kindern in El Salvador

Stolz überreichen die Kinder der Pestalozzi und Goethe-Grundschule die Schecks
 
Spendenübergabe der Pestalozzi- und Goetheschule an Weihbischof Chavez
Gersthofen: Pestalozzi Grundschule |

Flinke Socke - Sponsorenlauf der Pestalozzi Grundschule ermöglicht jetzt 12 KIndern in San Salvador den Schulbesuch für ein Jahr. Bildung bedeutet Zukunft.

Die Schulfamilie der Pestalozzi Grundschule Gersthofen bereitete Weihbischof Gregorio Rosa Chavez aus El Salvador am 26.11.14 einen herzlichen Empfang. Er reiste aus San Salvador in das 9600km entfernte Gersthofen, um den Kindern von seinem Heimatland, den schwierigen Lebensumständen der salvadorianischen Kinder und von seiner Arbeit zu erzählen.

Bei dieser Gelegenheit überreichten ihm Schüler der Pestalozzischule einen Scheck über 3000,- Euro, welchen die Kinder mit dem Sponsorenlauf "Flinke Socke" im Juli zusammengetragen haben. Zudem konnte eine Abordnung der Goethe-Grundschule dem Bischof einen Scheck über 370,- Euro, den Tombola-Erlös einer 4.Klasse, überreichen.

Abstimmung

Über den Verwendungszweck der Spende ließ der Bischof die Kinder abstimmen. Mit überwältigender Mehrheit sprachen sich die Schüler dafür aus, 12 Kindern in San Salvador mit dem Geld für ein Jahr den Schulbesuch zu ermöglichen.
Während eine 4.Klasse der Goethe-Schule ihren Tombola-Erlös spendete, veranstaltete die Pestalozzi-Grundschule am 4.Juli in Kooperation mit dem Kuratorium Oscar Romero der angrenzenden Pfarrei St. Jacobus einen Sponsorenlauf. Je mehr Runden die Kinder liefen, desto größer wurde der Betrag, welchen die Eltern spendeten.

Zum Abschluss bedankte sich Weihbischof Chavez ganz herzlich bei der Schulfamilie für Ihre Solidarität und Spendenbereitschaft. Die Kinder verabschiedeten ihn mit dem gemeinsamen Lied "Wir sind Kinder einer Welt".

El Salvador

El Salvador ist das kleinste Mittelamerikanische Land, das jahrelang von blutigen Bürgerkriegen erschüttert wurde. Noch immer besitzen einige wenige Familien die Ländereien. Viele Menschen leben in großer Armut und haben kaum Chancen auf Arbeit und Verbesserung ihrer Lage. Sie ziehen in die großen Städte mit der Hoffnung, dort Arbeit zu finden. Leidtragende dieser unsicheren wirtschaftlichen und politischen Lage sind die Kinder.
Weihbischof Chavez leitet in der Hauptstadt San Salvador die Pfarrgemeinde Sankt Franziskus, die auch eine Schule unterhält. Er und seine Mitarbeiter setzen sich mit großem Engagement für diese Kinder ein. Familien, die das Schulgeld oder die Beförderung zur Schule nicht bezahlen können, bekommen hier Hilfe. Außerdem werden die Kinder kostenlos in der Schule verköstigt.
Vor allem bemüht man sich aber um die Straßenkinder. Es laufen verschiedene Programme, um den jungen Menschen eine solide Ausbildung, z.B. als Schreiner oder Schneiderin zu ermöglichen und damit bessere Arbeitschancen zu eröffnen. Die Menschen sehen den Erfolg und sind auch bereit, sich selbst zu engagieren. Die Jugendlichen haben den Wunsch, mehr aus ihrem Leben zu machen und kommen oft wieder zurück, um noch mehr zu lernen. Weihbischof Chavez leistet eine großartige Arbeit und ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Lange Tradition des Helfens

Bereits einige Male wurden in den letzten Jahren mit den Kindern der Pestalozzi- Schule durch Pausenverkauf, Bücherflohmarkt und Sponsorenläufe Spenden gesammelt und damit den Kindern der Schuleinrichtung Sankt Franziskus geholfen. Ohne Verwaltungskosten wird das von den Kindern gespendete Geld direkt an Weihbischof Chavez weitergegeben.
Interessierte können sich über die Fortschritte seiner Arbeit und der Hilfsaktion an der Litfasssäule in der Kirche Sankt Jakobus, Gersthofen, informieren.
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1 Kommentar
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Basti S. aus Aystetten | 12.12.2014 | 22:03  
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