Ein bewegendes Jahr 2015 für unsere Pfarreiengemeinschaft Gersthofen

Die Darstellerinnen und Darsteller am Ende des Singspiels (Foto: Josef Schwab)
 
Beim letzten Abendmahl (Foto: Josef Schwab)
Gersthofen: Pfarreiengemeinschaft |

Seligsprechung von Erzbischof Oscar Romero


Neben unseren Pfarrkirchen St. Jakobus und Maria, Königin des Friedens sowie der Kapelle St. Emmeram ist das Pfarrzentrum Oscar Romero ein wichtiger Ort für das Gemeindeleben und auch für andere Veranstaltungen. Deshalb war es schön, dass am Samstag vor Pfingsten, 23. Mai 2015, der Namenspatron unseres Pfarrzentrums – Erzbischof Oscar Romero – in El Salvador seliggesprochen wurde. Durch sein Leben aus dem Glauben, seinen Einsatz für die Armen und sein Martyrium ist er ein Vorbild für das Wirken der Kirche in unserer Zeit.

Singspiel Jakobus der Donnersohn


Das Singspiel "Jakobus der Donnersohn" wurde am Freitag, 24. Juli, und am Samstag, 25. Juli, in St. Jakobus aufgeführt. Unser Singspiel war die feierliche Vollendung des Kirchweih-Jubiläumsjahres "150 Jahre St. Jakobus in Gersthofen". Es erzählt die Geschichte des Apostels Jakobus, die zutiefst mit der Geschichte Jesu verbunden ist. Wegen seines aufbrausenden Charakters erhielt er von Jesus selber den Namen „Donnersohn“. Durch sein eigenes – inneres und äußeres – Unterwegssein wurde Jakobus zum Patron der Pilger. Sehr viele haben mitgeholfen, dass das Singspiel aufgeführt werden konnte. Zusammen mit den Darstellerinnen und Darstellern sind das auch der Singkreis, viele Musikerinnen und Musiker sowie die beiden Kirchenchöre unserer Pfarreiengemeinschaft. Dazu gehören aber auch alle, die sich um die Anfertigung der Gewänder und die Bereitstellung der Requisiten gekümmert haben. Besonders mühsam waren auch der Auf- und Abbau der Bühne sowie die Verdunklung der Kirche. Ebenso wichtig waren jene, die sich um die Beleuchtung und um den richtigen Ton gekümmert haben. Hilfreich waren auch die finanzielle Unterstützung und die Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit. Unser Singspiel ist deshalb ein großes Gemeinschaftswerk vieler einzelner Menschen und Gruppen! Schließlich aber war es für uns ein großes Geschenk, dass so viele Leute zu den beiden Aufführungen gekommen sind und dadurch auch dem hl. Jakobus die Ehre gegeben haben! Das Singspiel „Jakobus der Donnersohn“ wurde zu einem großen geistlichen und menschlichen Gewinn für unsere Pfarreiengemeinschaft. Dafür gilt allen ein herzlicher Dank.

Der Tod von Pfarrer Manfred Trettenbach


Der Herbst des Jahres war besonders vom Tod von Pfarrer Manfred Trettenbach geprägt, der 37 Jahre lang als Seelsorger in der Pfarrei Maria, Königin des Friedens wirkte. Manfred Trettenbach wurde am 22. März 1931 in Ingolstadt geboren. 1956 wurde er zum Priester geweiht. 1968 kam er nach Gersthofen und übernahm die Pfarrgemeinde Maria, Königin des Friedens. Im gleichen Jahr stand noch die Weihe der neuerbauten Kirche an. In der langen Zeit seines Dienstes hat Pfarrer Trettenbach seine Pfarrei sehr geprägt. Er war begeistert vom Konzilspapst Johannes XXIII. (1958-1963) und wollte die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) in seiner Gemeinde umsetzen. Sehr geschätzt wurden an Pfarrer Trettenbach seine Predigten und seine Offenheit für neue liturgische Formen. Dadurch bot er vielen Menschen in der Pfarrkirche Maria, Königin des Friedens eine geistliche Heimat und ein Obdach für die Seele. Man konnte sich in seinen Worten zu Hause fühlen. Im Jahre 2005 ging Manfred Trettenbach in den Ruhestand. Er blieb aber in seinem bisherigen Pfarrhaus wohnen und stand weiterhin in der neuen Pfarreiengemeinschaft Gersthofen für seelsorgliche Dienste zur Verfügung. Im Laufe des Jahres nahmen seine gesundheitlichen Probleme immer mehr zu. Sein Tod am 16. September kam aber dennoch sehr plötzlich. Am 22. September wurde er in seiner Heimat Neuburg an der Donau begraben und am gleichen Abend fand in seiner Pfarrkirche Maria, Königin des Friedens das Requiem statt.

Unterstützung der Asylbewerber


Natürlich beschäftigt uns in unserer Pfarreiengemeinschaft auch die aktuelle politische Situation und wir sehen uns als Christen herausgefordert, den Asylbewerbern in unserer Stadt zu helfen. Viel Dank gebührt den vielen Ehrenamtlichen, die aus unserer Stadt und aus unseren christlichen Gemeinden zur konkreten Mithilfe bereit sind. Durch den krankheitsbedingten Auszug von Pfarrer Manfred Trettenbach aus dem Pfarrhaus in der Johannesstraße ist dieses Gebäude frei geworden. Da es nicht mehr als Pfarrhaus benötigt wird, stand die Entscheidung an, was nun mit diesem Gebäude geschehen soll. Die Kirchenverwaltung von Maria, Königin des Friedens hat deshalb beschlossen, das bisherige Pfarrhaus – mietfrei für die Dauer eines Jahres – der Stadt Gersthofen für die Betreuung von Asylbewerbern, als Kleiderkammer sowie zur Lagerung und Ausgabe von Lebensmitteln und zur Durchführung von Sprachkursen zur Verfügung zu stellen. Während des Jahres laufen die Überlegungen, wie die Stadt dieses Haus weiter verwenden möchte. Sprachkurse für die Asylbewerber finden übrigens auch im Pfarrzentrum Oscar Romero statt.

10 Jahre Pfarreiengemeinschaft Gersthofen


Nach dem 150jährigen Jubiläum von St. Jakobus durften wir in diesem Jahr auf zehn Jahre Pfarreiengemeinschaft Gersthofen zurückschauen. Aus diesem Grund haben wir eine Ausstellung mit Bildern und Texten begonnen, die bis zum Pfarrfest 2016 wachsen und die gemeinsame und auch unterschiedliche Geschichte unserer beiden Pfarreien zeigen soll.


Noch viel gäbe es zu erwähnen, wenn wir auf das Jahr 2015 zurückblicken. Über die hier angeführten Informationen hinaus können Sie sich auch auf der Homepage unserer Pfarreiengemeinschaft www.pg-gersthofen.de sowie auf meinem Profil auf myheimat http://www.myheimat.de/gersthofen/profile/ralf-goe... über das Leben in unserer Pfarreiengemeinschaft informieren.

Pfarrer Ralf Gössl
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 17.12.2015
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