Die CubaBoarischen - Servus Cuba

Wann? 06.05.2016 19:30 Uhr

Wo? Stadthalle, Rathausplatz 1, 86368 Gersthofen DE
    Gersthofen: Stadthalle | (VÖ 22. April 2016 / SONY)

Servus Cuba! Die CubaBoarischen aus dem oberbayerischen Mangfalltal haben wie jedes Jahr im Winter ihre zweite Heimat bereist: Kuba, dieses tropische Eldorado aus Sonne, Rum und Musik, dessen Lebensfreude spätestens mit dem Buena Vista Social Club auch nach Europa schwappte. Mit einem Ständchen im Wohnzimmer von Omara Portuondo huldigten die CubaBoarischen dieses Mal einem ihrer größten Vorbilder.

„Servus Cuba“, mit der sechsten CD der CubaBoarischen rollt eine weitere Welle karibischer Rhythmen in die ruhigen Wasser des Chiemsees, vermischt sich mit bayerischem Liedgut zum oberbayerischen Son und überflutet mit seiner so erdigen wie feurigen bayerisch-kubanischen Leidenschaft ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz. 16 Lieder feiern die Hochzeit von Chan Chan und Polka, von Tuba und Conga, von grünen Wiesen und türkisblauem Meer.

Mit jeder Reise infiziert dieser kubanische Virus, der sich dem Leben, der Musik und der Liebe verschrieben hat, von neuem die CubaBoarischen. „Mia son Mia“! Schon lange haben die Vollblutmusiker den Son in ihre bayerischen Lieder und im Leben integriert. Jedes Jahr aufs Neue lassen sie sich von den emotional warmen und musikalisch so spannenden Begegnungen mit ihren Musikerfreunden inspirieren und saugen die Atmosphäre der Hoagaschts in sich auf, die in Hinterhöfen von Havanna oder Trinidad, am Strand oder auf Hotelterrassen spontan gespielt werden.

All diese Eindrücke und Erfahrungen fließen in ihre neu geschriebenen Lieder oder lassen immer wieder andere Interpretationen und Arrangements der Lieblingssongs ihrer Fans wie Chan Chan Suserl, Rehragout oder Yu Ya entstehen. „Servus Cuba“ heißt es dann auch auf der Bühne, denn die kubanischen Musikanten Yenis Toledo Garcia, Yinet Rojas Cardona, Carlos Valdivia Paz und Juan Pablo Oliva Calzadilla sind wieder mit auf Tour.

Aus der Liaison zwischen Oberbayern und Havanna ist eine musikalisch wie menschlich tiefe und dauerhafte Beziehung gewachsen, die immer wieder neue Cocktails aus Zuckerrohr und Obstler kreiert. Auch mal garniert mit modernen Popeinflüssen, wie zum Beispiel bei „El Loco“, das mit einer bairisch gerappten Einlage überrascht. Neben der Stimme von Hubert Meixner ist immer öfter der prägnante Gesang von Sohn Leonhard Meixner zu hören, der sicherlich auch die zunehmenden Einflüsse aus der Popmusik mit einbringt.

Das Highlight der letzten Reise war aber wohl sicherlich die Erfüllung ihres Traums: einmal mit der großen Legende Omara Portuondo zu musizieren. Sie haben sie einfach in Havanna besucht. Sie war da, öffnete die Tür und staunte nicht schlecht über die acht hombres in Lederhosen. Die überraschten die „gran dama“ des Son mit einem musikalischen Gruß aus Bayern und wünschten ihr in einem spontanen Ständchen Gesundheit und ein langes Leben. Mit solchen gstandnen Männern zusammen zu singen, das ließ sie sich natürlich nicht nehmen und war gleich so begeistert, dass sie am liebsten mit den músicos auf Tour gehen würde. Dann könnte sie bei „Silencio“, wohl ihre beliebteste Ballade, auch gleich selbst mitsingen. Die haben die Cuba Boarischen in ihrer eigenen Interpretation mit auf die neue CD genommen.
Auch auf dem sechsten A
lbum fasziniert die unerschöpfliche Vielfalt und Weite des „cubaboarischen Sounds“ und die gleichzeitige Nähe dieser beiden Musikkulturen: Rhythmen und Sprachen wechseln so schnell wie die vielen Instrumente: zu Tuba, Trompete oder Saxofon gesellen sich Steirische Ziach und Akkordeon, und zwar ebenso selbstverständlich wie spanische Gitarren zu karibischen Congas und Bongos nebst bayerischem Schlagwerk. Das Bairische fließt ins Spanische und umgekehrt. Als ob es eine Sprache wäre. Lebensfreude oder Herzschmerz berührt die Menschen hier wie da, reißt zum Tanzen und zum Feiern mit.

Vom Mangfalltal nach Havanna. Und wieder zurück.

Es fing alles ganz harmlos an. Hubert Meixner und seine Dorfmusikanten wollten im Jahr 2000 eigentlich nur Urlaub machen in Kuba, ein bisschen Sonne, Meer und kühle Drinks genießen. Doch schon in der ersten Nacht zettelten sie in der Hotelbar mit einheimischen Musikern einen zünftigen bayerisch-kubanischen Hoagascht an, der sie seitdem nicht mehr los lässt. Der Virus hatte sie gepackt.

Angesteckt von der Lebensfreude, die aus den lateinamerikanischen Rhythmen klingt, verschmelzen sie, zurück in der Heimat, Salsa mit Polka, Cha Cha Cha mit alpenländischen Hochzeitsmärschen und Chan Chan mit Zwiefachen!

Inzwischen sind 15 Jahre vergangen, in denen die Dorfmusikanten um die Familie Meixner und ihre Musiker zu den CubaBoarischen verschmolzen und sich eine stetig wachsende, begeisterte Fangemeinde erspielt haben, weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Die jährlichen Reisen in die neue musikalische Heimat Kuba sind schon Tradition, mittlerweile mit einem Flugzeug voller Fans im Schlepptau. Und sie haben dort inzwischen auch viele Freunde, spielten in der Deutschen Botschaft in Havanna, für Wirtschaftsfunktionäre und Politiker. Im April 2011 haben sie erstmals mit einer mitreißenden Show den berühmten Münchner Circus Krone ausverkauft.

Andreas Meixner

Instrumente: Gesang, Gitarre, Klarinette
Musikalischer Werdegang: Seit 1976 Mitglied der Musikkapelle Vagen, Ausbildung an der Klarinette u.a. am Richard-Strauss-Konservatorium München während der Bundeswehrzeit beim Luftwaffen Musikkorps 1 in Neubiberg. Im Jahr 2000 aus Spaß mit der Gitarre begonnen, wurde durch die kubanische Musik mittlerweile zum Hauptinstrument
Beruf: Bauingenieur
Hobbies: Kochen, Nordic Walking, Laufen, Ski Langlauf, Modellfliegen
Motto: Leben und Leben lassen

Hubert Meixner
Instrumente: Gesang, Akkordeon, Querflöte, Posaune, Percussion
Musikalischer Werdegang: Klavierunterricht, von Jugend an Mitglied und Leiter verschiedener Ensembles, Studium am Richard-Strauss-Konservatorium München im Fach Kirchenmusik, langjährige Berufserfahrung. Gründung des „Vagener Blechbläserquintetts“, der „Vagener Hornmusi“ und der „Dorfmusikanten“, musikalischer Leiter der Cuba Boarischen
Beruf: Musiker, Komponist und Arrangeur, freier Mitarbeiter im Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern
Hobbies: Laufen, Radfahren, Bergsteigen, Wellness
Motto: „Es is wia’s is“

Michael Mayer
Instrumente: Trompete, Gesang, Percussion
Musikalischer Werdegang: mit 16 Jahren Trompetenunterricht, Mitglied bei verschiedenen Gruppen und Formationen, u.a. bei den „Dorfmusikanten“ und der Vagener Musikkapelle, regelmäßige Weiterbildung in Trompete und Gesang
Beruf: Raumausstattermeister
Hobbies: Musik spielen, Musik hören, Joggen, Inline-Skaten, Rad- und Skifahren
Motto: „Zu jeder Zeit die Musik des Lebens hören“

Leonhard Meixner

Instrumente: Gesang, Bongos, Percussion, Posaune, Basstrompete, Bariton, Gitarre, diatonische Harmonika
Musikalischer Werdegang: Als Sohn von Hubert Meixner mit Musik aufgewachsen, Berufsfachschule für Musik Altötting, Studium an der Hochschule für Musik Nürnberg im Hauptfach Posaune, Diplommusiklehrer.
Leitung der Ensembles „Die jungen Münchner Blechbläser“ und „Tuffberg-Musi“
Beruf: Musiker
Hobbies: Bergsteigen, Radfahren, Fußball
Motto: „I dua was i wui und i dua was mi gfreid“

Hans Förg
Instrumente: Saxophon, Congas/Bongo, Percussion, Klarinette, Gitarre
Musikalischer Werdegang: Unterricht bei Max Winkler, Studium Richard-Strauss-Konservatorium München, Hauptfach Klarinette, Abschlüsse: staatlich geprüfter Orchestermusiker, staatlich geprüfter Musiklehrer
Beruf: Seit 1989 Saxophonist und Klarinettist im Polizeiorchester Bayern
Hobbies: Cuba Boarische, Tennis, Laufen, Spanisch lernen, Freunde treffen
Motto: „Duad´s scho - gibt´s ned“

Markus Wallner
Instrumente: Kontrabass, Tuba, E-Bass, Baby-Bass
Musikalischer Werdegang: Mit sieben Jahren Klavierunterricht, mit 17 Jahren autodidaktisch Tuba spielen gelernt,
Wehrdienst beim „Heeresmusikkorps 8 Garmisch-Partenkirchen“, Mitwirkung bei den „Dorfmusikanten“ und anderen Ensembles
Beruf: Diplom-Betriebswirt, selbstständiger Unternehmensberater
Hobbies: Familie, Musik, Skifahren, Chorleitung, Orgelspiel
Motto: „In der Ruhe liegt die Kraft“

Sepp Rottmayr
Instrumente: Tres cubano, Solo-Gitarre
Musikalischer Werdegang: Sechs Jahre Studium an der Amsterdamer Hochschule der Künste: Jazz Gitarre und Instrumentalpädagogik, im Jahr 2005 erfolgreicher Quereinstieg in die bayerische Volksmusik
Beruf: Gitarrenlehrer
Hobbies: Musik!, Familie, Freunde
Motto: „Jeden Tag etwas Neues lernen“

Peter Rutz
Instrumente: Akkordeon, Klavier, Percussion
Musikalischer Werdegang: Kirchenmusikstudium an der Hochschule in Regensburg
Beruf: Lehrer für Musik an der Realschule Bad Aibling
Hobbies: Skifahren, Mountainbiken, Hobby-Biolandwirt
Motto: „Geht nicht gibt’s nicht“
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 02.04.2016
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