Christsein ist ein Abenteuer...

St. Jakobus - das "Geburtstagskind"
Wenn jemand 150 Jahre auf dem „Buckel“ hat, ist das schon etwas Besonderes. Auch für eine Kirche, die im Laufe ihres Bestehens viele frohen aber auch traurigen Ereignisse in ihren Mauern sah. St. Jakobus war so gesehen für viele Gersthofer Bürger(innen) Wegbegleiter von der Geburt bis zur Bahre. 150 Kirchenjahre zeugen von gelebter Religiosität, die u.a. von gemeinsamem Feiern der Liturgie und der kirchlichen Feste wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten und geprägt sind. Die Kirche St. Jakobus hat ihren festen Platz in der Gersthofer Ortsgeschichte.

Anlass genug für eine Festwoche, die der Bedeutung dieses Jubiläums gerecht wird. Höhepunkt der Feiern war der Festgottesdienst zum Kirchweihjubiläum, der von Abt Theodor Hausmann OSB von St. Stephan, Augsburg, zusammen mit Pfarrer Ralf Gössl und Diakon Josef Plinninger zelebriert wurde. Schwerpunkt seiner Predigt war das Zusammenleben mit Menschen aber auch mit der Kirche. Man gewöhne sich schnell an das Miteinander. Es sei nichts Besonderes mehr. Dabei solle man sich bewusst sein, dass es sich beim Partner um ein „Geschenk Gottes“ handle, das auf Vertrauen beruhe. Durch kleine Gesten wie z. B. einem Lächeln, Gruß oder einer kleinen Aufmerksamkeiten könne dem Anderen seine Wertschätzung ausgedrückt werden. Wer sich darauf einlässt könne „Wunder“ erleben. Hier sei Gott am Werke.

Ähnlich verhalte es sich mit der Kirche. Die Kirche lebe nicht davon, dass sie alte Traditionen pflege. Sie lebe vielmehr derzeit in einer Situation des Umbruchs. Er verwies auf Jesus, der seinen zwölf Jüngern den Auftrag gab, den Menschen in ihrer großen Not zu helfen. Der Abt verwies auf die Gegenwart mit all ihren schrecklichen Auswüchsen wie z. B. den Enthauptungen. Doch dürfe man nicht, so Jesus, bei der Angst stehen bleiben. Gott schreibe mit jedem von uns eine eigene Geschichte. Christsein wäre ein Abenteuer, das zu führen uns die Kirche ermutige.

Der Festgottesdienst wurde von den Kirchenchören der Pfarreingemeinschaft mit der „Spatzenmesse“ unter der Leitung von Werner Mühlbauer musikalisch gestaltet. Die Fahnenabordnungen der Gersthofer Vereine waren mit ihren Fahnen echte „Hingucker“. Nach dem Gottesdienst gab es für Gäste und Besucher bei einem „Bayerischen Empfang“ Gelegenheit, sich über „Gott und die Welt“ auszutauschen.
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