Auf der Suche nach dem vierten Mann

Dr. Rasso Kaut arbeitet an einem neuen Stück: Auf der Suche nach mehr Platz...,
 
Ein Szenenausschnitt
Gute Nachricht für die Freunde des Papiertheaters: Das „Theatrum Augustinum Indersdorf“ kommt zum wiederholten Male nach Schloss Hammel in Neusäß. Die Intendanz, Dr. Rasso Kaut und Barbara Kaut aus Gersthofen, haben ein ganz besonderes Stück im Gepäck. „Das Kriminaldrama, „Wer war der vierte Mann“ soll das bisherige Repertoire von Opern und Operetten erweitern“, so Rasso Kaut. Das Stück ist auch in anderer Hinsicht ein Experiment. Der Titel verrät bereits, dass hier eine Nähe zu dem Filmklassiker „Der Dritte Mann“ besteht. Man bedient sich zwar der der düsteren Stimmung die den „Dritten Mann“ umgibt, hervor gerufen durch die Wirrnisse der Nachkriegszeit, schwarzem Markt und Handlungen krimineller Profiteure, setzt aber mit der Neuinszenierung frisches „Gedankengut“ um. „Wir haben die Handlung verändert, neue Rollen angesetzt und unseren Figuren neues Leben gegeben“, so Rasso Kaut. Das Stück sei eine eigenständige Inszenierung; die Nähe zu dem nach dem Drehbuch von Graham Greene 1949 gedrehten Thriller lässt sich jedoch nicht übersehen. Schlüsselszenen finden im Prater-Riesenrad oder in der Wiener Kanalisation statt. Das von Anton Karas auf der Zither gespielte „Harry-Limes-Thema begleitet ständig das Spiel auf der Bühne. Die Theaterleitung war sich bewusst, dass die Inszenierung ebenso leicht zu einer „Zitterpartie“ werden könnte. Urheberrechte mussten beachtet werden. Man ließ sich deshalb von einem im Urheberrecht versierten Juristen ein Gutachten erstellen. Ergebnis: Spiel möglich unter folgenden Auflagen - keine Plakatwerbung, keine öffentlichen Aufführungen und kein Eintrittsgeld. Da bleibt nicht viel Spielraum.

Davon ließen sich aber die Theaterleute nicht abhalten, ihre gesamte Erfahrung in Spiel, Kunst und Bühnentechnik in dem neuen Stück unterzubringen. Von der Idee bis zur Umsetzung verging ein Jahr. Das Ensemble, bestehend aus acht Spielern, arbeitete intensiv an dem Stück. Wie im großen Theater mussten Texte gelernt werden, Licht und Ton abgestimmt werden und die Figuren mittels Stimme und Bewegungen zum Leben erweckt werden. Zur Erinnerung: Das Ganze spielt sich auf einer Bühne ab, die 90 cm breit, 90 cm hoch und 100 cm hoch ist. Die Figuren sind 15 cm groß. er. Um das damalige Hintergrundgeschehen in Politik und Gesellschaft zu verstehen, wurde das Stück um eine Figur erweitert. Eine Kriegsberichterstatterin – aus Fleisch und Blut - bringt in Nachrichtenform wichtige Ereignisse. Übrigens: Das Stück kann mit einer interessanten Besetzung aufwarten. Nicht weniger als drei Ärzte und zwei Apotheker „hauchen“ den Spielfiguren ihr Leben ein. Also, medizinische Betreuung ist gesichert...

Neugierig geworden? Die Lust zu einem etwas anderen Theaterabend geweckt? Dann beteiligen Sie sich doch an der Suche nach dem Vierten Mann. Spielzeiten: Freitag 6. Mai und Samstag 7. Mai jeweils 19:00 Uhr und Sonntag 8. Mai um 11:00 Uhr. Einlass jeweils 45 Minuten vor Spielbeginn. Ort: Schloss Hammel in Neusäß, Hammeler Straße 6. Karten: Buchhandlung am Obstmarkt 11, Telefon 0821-518804. Spenden werden gerne angenommen. ..
1
Einem Mitglied gefällt das:

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 02.04.2016
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 02.04.2016
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.