Happy End für einen Spanier!
Für alle, denen mein Artikel über "Dominos Reise ins Glück" gefallen hat und für diejenigen, die sich vielleicht einen treuen Begleiter (vielleicht aus Spanien?) ins Haus holen möchten, gibt es noch eine kurze Fortsetzung von unserem Pflegling Domino mit Happy End!
Mitten in der Nacht kamen wir mit unserem neuen Familienmitglied Domino nach Hause, denn unsere Maschine aus Madrid war erst am späten Abend in München gelandet. Den Flug hatte unser hübscher Spanier gut überstanden und schon im Auto drückte sich der Kleine dankbar an mich!
Unsere beiden eigenen Hunde bekamen die Ankunft kaum mit, ein kurzer Schnupperer und dann gingen sie wieder auf ihr warmes Plätzchen zurück.
Domino hätte nun gern einen Sofaplatz, doch nachdem unsere eigenen Hunde nicht auf die Couch dürfen, darf er das natürlich auch nicht und wir verbarrikatieren den Sessel. Doch schon bald hatte auch Domino seinen zugewiesenen Platz in einem Körbchen hinter der Tür akzeptiert und schließlich hatten wir noch eine ruhige Nacht.
Am nächsten Tag (1. Tag) stellen wir fest, dass Domino erst mal noch ganz viel kennen lernen muss. Beim ersten Spaziergang stakst er misstrauisch durchs hohe Gras – das hat er noch nie gesehen! Für uns ist es ein tolles Gefühl, den immer mutiger werdenden Hund bei der Erkundung seiner neuen Heimat zuzusehen. Zum Leidwesen unseres Huskies traut er sich aber nicht, mit diesem zu spielen – er hat Angst vor Kimo!
Im Haus hat er dann das nächste Problem: Treppen kennt er nicht und so steht er am Treppenabsatz und schaut sehnsüchtig zu uns herauf bzw. herunter. Der arme Kerl, aus Mitleid tragen wir ihn die Treppe rauf und runter. Gerne würde er auch auf den Schoß klettern, aber gleiches Recht für alle – Nein!
Dominos 2. Tag in Deutschland:
Die Treppe traut er sich immer noch nicht. 2 Stufen runter und wieder zurück, vielleicht mal 3 Stufen – keine Chance. Dafür entwickelt er sich zum Oberschmuser – da kann keiner widerstehen.
Sein 3. Tag:
Auf der Gassirunde hat Domino eine erste Spielgefährtin kennen gelernt und endlich hat er mal die Gelegenheit zum Spielen genutzt. Schnell wie der Wind ist er mit Wilma, einer ca. gleich großen Hündin, über die Wiese gefetzt und das trotz Leine, denn ableinen kann man einen Pflegehund nach so kurzer Zeit noch nicht.
(Anmerkung: die Hunde aus südlichen Ländern sind in der Regel sehr gut mit Menschen und Artgenossen verträglich, sind aber leider oft auch ängstlich.)
Unser Domino ist uns schon so richtig ans Herz gewachsen und prompt sitzt er heute das erste Mal auf dem Schoß :-)!
Das mit den Treppen funktioniert aber leider nach wie vor nicht.
Der 4. Tag:
Domino ist ein echter Glückspilz! Eine Interessentin aus Würzburg hat für ihn angerufen und sie möchte ihn erst mal besuchen, bevor sie sich für eine Adoption entscheidet .
Natürlich zeigt sich Domino von seiner besten Seite und hüpft auch gleich zwischen der Dame und ihrer Mutter aufs Sofa! Dort lässt er sich sein weiches Köpfchen kraulen und dann ist es auch schon passiert: Domino hat ein festes Zuhause gefunden und wird in den nächsten Tagen umziehen.
Dominos 5. Tag bei uns:
Wir haben die Übung mit dem Treppen steigen aufgegeben. Trotz Lockrufen und ausgelegten Leckerlis auf jeder Stufe, geht Domino nicht weiter als 2 – 3 Stufen.
Dafür ist er ein wirklich lebenslustiger Hund geworden: Er spielt mit seinen Kauknochen und sein allerliebstes Spielzeug ist ein Stoffknochen geworden, den mir eine liebe Freundin für ihn geschenkt hat! Danke Martina!
Vorletzter Tag:
Der schmusige Domino macht uns den Abschied nicht leicht, doch inzwischen freuen wir uns für ihn, denn ihn erwartet ein schönes Zuhause (Haus, Hof, Garten, Land...) bei sehr netten Leuten. Und als ob er uns ein Abschiedsgeschenk machen möchte, läuft Domino ohne weiteres Zutun unsererseits einfach so die Treppe herunter?!? Und natürlich hinauf!
Bravo, Domino!
Letzter Tag bei uns:
Heute ist Dominos großer Tag und endlich kommen die Mitglieder seines neuen Rudels! Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nehmen wir Abschied von unserem Pflegling. Doch es ist das Beste für ihn und die neuen Besitzer sind auch überglücklich. Vor allem bekommt er dort erst mal viel Liebe und auch Erziehung.
Ein richtiges Happy End eben, für den kleinen Spanier:
Viel Glück, Domino!



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