Wir machen den Winter bunt
Aufbauend auf unsere Beobachtung, dass Schnee schmilzt und zu Wasser wird, ( weil, Zitat: „….dem Schnee wird`s warm und dann schwitzt er!“ ) haben wir einen Messbecher voll Schnee gestopft und auf die Heizung gestellt.
Neugierig wurde beobachtet, wie der Schnee schrumpft. Am Ende blieb nur rund ein Achtel der ursprünglichen Menge in Form von Wasser übrig, was erstaunt zur Kenntnis genommen wurde.
Was passiert, wenn es dem Wasser nun wieder kalt wird? Eine Frage, deren Beantwortung wir ganz praktisch angingen. Die Kinder durften Wasser in Gläser füllen, färbten es mit einem Aha- Erlebnis durch Seidenpapierschnipsel bunt und füllten es in Gefriertüten um.
Jedes Kind legte einen Gegenstand bei, um die Tüte als die eigene erkennen zu können. Fest zugebunden wurde diese nun vor unser Gruppenfenster gehängt.
Der Anblick der bunten Tüten vor dem Fenster faszinierte die Kinder und weckte eindeutig große Neugier.
Wir mussten nur eine Nacht warten, am nächsten Morgen wollte jeder die Tüten anfassen, die nun hart gefroren vor dem Fenster baumelten. Staunend wurde getastet, gefühlt und in Worte gefasst, welches Phänomen hier zu beobachten war.
In folgender Zeit taute und fror das Wasser abwechselnd wieder ein.
Immer wieder bot sich so ein Anlass, die Fenster zu öffnen, der Neugierde freien Lauf zu lassen und zu untersuchen, wie die Tüte wohl heute beschaffen ist.
Ein neugieriger Forscher ging auf Endeckungstour!
Unser Anliegen ist es immer wieder, eine Verbindung zur Lebenswelt der Kinder zu schaffen und zu zeigen, wo uns dieses Phänomen im Alltag begleitet:
Also gaben wir den Kindern Eiswürfel in die Hand. Kälte, schmelzen….hautnah erlebt.
Kennen Sie das auch: gleich wanderten die kalten Würfel in den Mund und genussvoll gelutscht ( Sommerfeeling?!).
Wir froren Apfelsaft ein, die Behältnisse wurden selber im Gefrierfach untergebracht. Zitat: „Im Kühlschrank kann man drinnen kalt machen!“ Der lustige Apfelsaftpinguin durfte am nächsten Tag in unseren Teegläsern schwimmen.
So kann uns spielerisch gelingen, dass aus einer Alltagssituation eine „Lernsituation“ wird.





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