Sinnesprojekt Teil 2 Erbsen
Wir bereiteten nach der Brotzeit in der Halle alles für ein weiteres Angebot im Bereich Wahrnehmung vor.
Dieses mal boten wir Erbsen an, da diese eine andere Form haben, als der Reis (rund) und somit auch zu anderem Umgang animieren.
Als die Kinder nach der Brotzeit den Bauarbeitern vor unserem Kindergarten zusahen, wie diese mit ihrem Laster Steine transportierten, kam uns die Idee zu den Erbsen kleine Bagger, Laster und Betonmischer mit bereitzustellen. Die Erbsen schütteten wir zuerst in das Becken von letzter Woche, füllten sie aber dann in ein anderes Becken, das etwas höher war und sich daher besser eignete.
Die Kinder fingen sogleich an, mit den Baggern Erbsen aufzuschaufeln und an einer anderen Stelle auszuschütten.
Die Fahrzeuge waren aber schnell wieder vergessen, als es im neuen Becken Erbsen „regnete“, die freudig mit dem Mund und den Händen aufgefangen wurden.
Außerdem bereiteten wir eine Dose mit zwei Löchern vor (einem großen und einem kleinen). Die Kinder konnten nun die Erbsen in die Löcher stecken oder hineinrollen lassen, indem sie einige auf den Deckel legten.
Obwohl einige dabei viele Erbsen verloren, gefiel ihnen diese Beschäftigung. Das Tun an sich war ihnen hier wichtig, nicht der Erfolg.
Auch die Erbsen wurden mit Händen und Füßen ertastet. Da blieben diese auch mal zwischen den Zehen hängen oder wurden selbst hineingesteckt.
Die Kinder konnten durch den direkten Vergleich die Erfahrung machen, dass sich Reis anders anfühlt als Erbsen.
Die Erbsen wurden nicht nur auf den Füßen und Händen, sondern auch auf dem ganzen Körper erspürt und wahrgenommen. Einige empfanden das Gefühl nicht angenehm, denn sie sagten während des Laufens „Aua!“ und wollten ihre Schuhe/Socken anziehen.
Beim Aufräumen halfen uns die Kinder ebenso mit.
Ganz vorsichtig und langsam wurden die kleinen Erbsen auf die Kehrschaufel gefegt.
Bei Beobachtungen ist uns aufgefallen, dass die Kinder nicht viele zusätzliche Materialien zu den Erbsen brauchen. Das bestätigt uns wieder, dass das Hauptthema die Wahrnehmung war/ist.
Melanie Hubl


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