Sicherheit vor Denkmalschutz: In Gersthofen wurde geschützte Linde gestutzt

Linde am Kriegerdenkmal in Edenbergen
Am Montag, dem 6. Oktober musste aus Sicherheitsgründen am Kriegerdenkmal in Edenbergen eine der als Naturdenkmal geschützten Linden gestutzt werden. Der Torso und ein Seitenast konnten erhalten werden, so dass der Baum wieder austreiben kann.

Bei der jährlichen Routinekontrolle bei den Linden am Kriegerdenkmal in Edenbergen wurde festgestellt, dass sich bei einem der Bäume entlang des Hauptstammes ein Riss gebildet hat. Es bestand dadurch die Gefahr, dass die Linde den Herbststürmen nicht standhält und an dieser Stelle auseinanderbricht. Die Gefahr, dass Teile des Baumes Passanten treffen oder die angrenzenden Häuser beschädigen, wog schwerer als der Status als Naturdenkmal.

Das zuständige Landratsamt entzog deshalb dem Baum diesen Status, so dass die Linde mit der Auflage, gefällt zu werden, wieder in die Zuständigkeit der Stadt Gersthofen überging.
Die Linde ist ein ortsprägendes Merkmal – schließlich steht sie schon ca. 210 Jahre an der Stelle und ist ungefähr 30 Meter hoch. Im Tiefbauamt wurde deshalb nach einer Alternative zur Fällung gesucht. In Rücksprache mit dem Stadtbaumeister sowie dem Landratsamt und einem Sachverständigen einer Baumpflegefirma wurde dann die Lösung gefunden, den Torso und einen Seitenast zu erhalten.

Die Linde gehört zum Naturdenkmal Drei Linden. Eine der Linden musste schon vor einigen Jahren wegen eines Pilzbefalles entfernt werden. Die neben dem stark geschnittenen Baum noch verbleibende Linde hat weiterhin den Status Naturdenkmal und bleibt damit im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes.
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 18.12.2014
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.