Musikalisch sehr gefragt war 2013 das Akkordeonorchester Accordimento.

Musikalisch sehr gefragt war 2013 das Akkordeonorchester Accordimento.
 
Singen im Chor: für die Sänger eine inspirierende Quelle.
Statistiken und Zahlen geben immer interessante Aufschlüsse. Nicht anders ist es bei der Sing- und Musikschule Gersthofen. Doch die Zahlen über Schüler, Instrumentalfächer, Konzerte und Auftritte spiegeln nur einen Teil der Einrichtung wider. Viel wichtiger sind zuweilen andere Faktoren und Aspekte.

So die Feststellung, dass die Sing- und Musikschule durchaus als „Quelle der Lebensfreude“ angesehen werden darf. Das klingt für den einen vielleicht poetisch, für den anderen altbacken. Fazit ist allerdings, dass Kinder spontan und mit Begeisterung auf Musik reagieren und auch Jugendliche auf Musik „stehen“. Alles in allem trägt sie zur Selbstfindung und zur Stabilisierung der Persönlichkeit bei. Und das auch wieder 2013 in der Sing- und Musikschule.

Besonders wichtig waren sowohl Vorsitzender Armin Gaurieder und Musikschulleiter Robert Kraus in diesem Zusammenhang die Chancengleichheit und Zugangsoffenheit für alle bei der Sing- und Musikschule. „Wir haben in diesem Jahr wieder für alle Schüler eine Art ,Heimat’ geschaffen“, so Gaurieder.

Musik, Gesang und Ballett stehen für Integration von Menschen mit sozialen Benachteiligungen und mit Migrationshintergrund. Musik, das Spiel miteinander, das Erleben im gemeinsamen Konzertauftritt verbindet Nationen. Die Freude am Musizieren ende an der Musikschule nicht an Hautfarbe oder Sprache, verdeutlicht Robert Kraus.

Das dokumentierte einmal mehr der „Tag der offenen Tür“. Unzählige Kinder und Jugendliche mit deren Eltern, aber auch Wiedereinsteiger in einem Musikinstrument hatten erneut die Möglichkeit genutzt, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Überall sah man leuchtende Augen, wippende Füße, aktive Hände und bohrende Fragen, die auf umfassende Antworten warteten – und erhielten.

Aushängeschild der Musikschule war ohne Zweifel das Jahreskonzert in der ausverkauften Gersthofer Stadthalle. Mit einem vielseitigen Programm unter der organisatorischen Gesamtleitung von Musikschulleiter Robert Kraus zeigten die junge Talente Ausdruckstärke, Anspruch und Leidenschaft. 20 hochkarätige Programmpunkte unterstrichen den hohen Ausbildungsstandard der Schüler und ihre pädagogisch-musikalische Arbeit.

Singen im Chor

Als „Renner“ in der Musikschule entpuppte sich das Singen im Chor. Die Kinder- und Jugendchöre, aber auch der Erwachsenenchor genossen die entspannte Gemeinschaft und den Spaß, auf der Bühne zu stehen.

Eine der Säulen der Sing- und Musikschule war wieder das Ballett. Die Teilnehmer drückten Gefühle und Emotionen aus, Fantasie und Kreativität, mussten aber auch lernen, dass hier ohne Disziplin nichts geht.

Lehrer und Schüler bewiesen sich 2013 auch wieder als „Gaudimacher“. Bei den weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Kol-La-Faschingssitzungen präsentierten sie ihr närrisches Talent und sorgten für tollen Augenschmaus und Hörgenuss. So die „Feuerwehrkapelle aus Gscherthofen“ oder die „Delicious“. Beide Ensembles brachten mit Stimmungsliedern und viel Klamauk die Stadthalle zum Kochen – und das sieben Mal hintereinander vor insgesamt über 4 500 Besuchern.

Gefragte Tastenkünstler

Begehrt war 2013 das Akkordeonorchester Accordimento. Der Klangkörper blickte auf zahlreiche Auftritte zurück. Ein Gastspiel führte in den Goldenen Saal im Augsburger Rathaus. Bei einem Festakt trugen sie Klänge unter anderem von den Komponisten Johann Sebastian Bach und Astor Piazolla bei. Eine spontane Einladung führte die Tastenkünstler in den Vierschimmelsaal der Münchner Residenz. Dort hatte der bayerische Staatsminister Thomas Kreuzer zu einem Festakt geladen. Bereits das dritte Jahr in Folge gaben die Quetschenspieler ein Konzert in der Jakobskirche in Augsburg. Das Publikum würdigte die faszinierenden Leistungen jeweils mit lebhaftem Applaus.

Prächtig hatte sich auch die Big Band unter der Leitung von Christian Schmerder entwickelt. Das Repertoire umfasste Standards aus der klassischen Bigband-Ära, mitreißende Arrangements bekannter Jazz-Klassiker, zudem Werke aus jüngerer Zeit und Tanzmusik verschiedener Stile wie Samba, Tango oder Walzer. Wobei der Bandleader auch heuer wieder ein Gespür dafür bewies, Titel jenseits der abgenudelten Gassenhauer aufzustöbern.

Ein Domizil für die Kleinen

Die Sing- und Musikschule Gersthofen hatte aber auch wieder ein offenes Ohr für die Kleinsten. In der wöchentlichen „Musikgarten“-Stunde musizierte Kursleiterein Michaela Sosinksi mit Kind und Elternteil in einer liebevollen Gruppenatmosphäre. Die Kinder erlebten dabei Musik mit allen Sinnen und förderte das Sprech- und Hörverhalten.

In der „Trommelgruppe“ entdeckten und erlebten die Teilnehmer im Alter von fünf bis acht Jahren darüber hinaus die Welt der Rhythmik, und das spielerisch und ohne Leistungsdruck. Natalie Kolb vertiefte hier die Grundkenntnisse aus der musikalischen Früherziehung und das gemeinsame Experimentieren mit Rhythmen und Klängen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 19.12.2013
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