Interview mit Markus Wolf - Neueröffnung des freiTAGs in Gersthofen

  Anlässlich der Neueröffnung des Jugendzentrums freiTAGs traf sich myheimat mit dem Jugendpfleger Markus Wolf.

Myheimat: Wie lässt sich der Umbau des Gersthofener Juze´s beschreiben?

Wolf: Der Umzug fand vom ersten Stock ins Erdgeschoss statt, früher standen die Räume vom ersten und zweiten Obergeschoss alle dem Jugendzentrum zu Verfügung und im Erdgeschoss war das Vereinsheim der Faschingsgesellschaft Lechana und ein Ballettsaal der auch vom TSV Gersthofen benutzt wurde. Im Erdgeschoss befinden sich nun das große Café des Jugendzentrums und ein Veranstaltungsraum. Die Fassade des Gebäudes ist seit vielen Jahren unangetastet, genauso wie die Grundform des Hauses, das schon über hundert Jahre alt ist und seinen eigenen Charme besitzt.

Myheimat: Wie sehen die Rettungs- und Fluchtmöglichkeiten nun aus?

Wolf: Es wurden Nachbesserungen beim Brandschutz vorgenommen, Fluchttreppen erneuert bzw. neu errichtet und weitere Kleinigkeiten in Bezug auf den Brandschutz verbessert.

Myheimat: Voraussichtlich 140.000 € sollten die Umbauarbeiten kosten. Wurde dieser Betrag eingehalten?

Wolf: Die Renovierung läuft über das Bauamt der Stadt Gersthofen, allerdings ist man mit dem Betrag ziemlich gut hingekommen. Es wurden die Überraschungen die das Haus geboten hat, schon im Vorfeld miteinkalkuliert. Finanzielle Unterstützungsaktionen wie Spenden gab es nicht, die Kosten hat die Stadt als Eigentümer des Hauses getragen. Die Jugendlichen haben sich in den letzten Wochen an der Gestaltung beteiligt, Wünsche und Anregungen wurden gesammelt und dann gemeinsam umgesetzt.

Myheimat: Eigentlich hätten die Umbauarbeiten schon im September abgeschlossen sein sollen, warum musste man sich, letztendlich bis Mitte November, gedulden?

Wolf: Man hatte den Zeitplan mit Fertigstellung bis Mitte September recht straff geplant, durch das Alter des Hauses und die damit verbundenen Überraschungen die geboten wurden ist es allerdings kaum verwunderlich, dass es letztendlich erst im November fertig wurde. Auch die Lieferzeiten bei verschiedenen Firmen dauerten und verzögerten das Ganze.

Myheimat: In den Leitlinien der Gersthofener Jugendarbeit wird die Bindung der Jugendlichen zum Gebäude des Juze´s vermisst. Dürfte dies durch den Umbau behoben worden sein?

Wolf: Man hat sich im Zuge des Umbaus versprochen, dass die Beteiligung und Verwirklichung der Jugendlichen am Umbau, die Bindung ans Haus wieder enger werden lässt. Das Juze wird als Angebot angenommen, wenn es für die Jugendlichen attraktiv erscheint. Ob diese Effekte jedoch langfristig vorhanden bleiben, wird erst in kommender Zeit absehbar.

Myheimat: Was erhoffen Sie sich von der Neueröffnung und gleichzeitig dem zehnjährigen Jubiläum des Juze´s?

Wolf: Hauptsächlich bin ich gespannt darauf, wie viele Jugendliche letztendlich kommen. Denn es wurde schon ein großer Aufwand betrieben, an alle Jugendlichen wurden Einladungen verschickt. Wegen der Renovierungsmaßnahmen mussten wir auch im letzten Jahr auf Sparflamme fahren, daher fanden keine großen Veranstaltungen statt. Ich hoffe das wir im Laufe des Winters wieder durchstarten können, größere Veranstaltungen machen können, damit im Juze wieder richtig was los sein wird.

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 27.11.2009
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