Hurra, ich bin bald ein Schulkind! Schulvorbereitung in der Kolpingkita/Teil 2
In der aktuellen Ausgabe von "my heimat - gersthofer" erschien bereits der erste Teil von unserem Artikel "Hurra, ich bin bald ein Schulkind! - Schulvorbereitung in der Kolpingkita". Nun folgt wie angekündigt die Fortsetzung.
Englisch für Zwerge:
Strahlend zeigt ein 5-jähriger im Stuhlkreis der Englischlehrerin einen grünen Frosch: „Look, a green frog.“ „Oh yes, there is a green frog.“
Einmal in der Woche kommt die Englischlehrerin für 45 Minuten in jede Gruppe. Ob das Sprachangebot angenommen wird, ist den Eltern zu Beginn des Kindergartenjahres freigestellt. Bei unseren Eltern ist jedoch die Nachfrage sehr groß. Was spricht dafür, in den frühen Jahren den Kontakt zu einer Fremdsprache zu ermöglichen? Laut Sprachforscher J. Meisel der Uni Hamburg liegt die optimale Phase in der Kinder am besten die Grammatik und die Phonologie einer Sprache aufnehmen und erlernen, zwischen dem dritten und dem fünften Lebensjahr. Kinder wollen sprechen und durchlaufen eine sensible Phase, in der sie Sprachkompetenz besonders schnell und mühelos erlangen. Hier kann das frühe Lernangebot einer zweiten Sprache die Nutzung natürlicher Ressourcen, ohne Überforderung optimieren.
Jede Woche freuen sich die Kinder aufs Neue, wenn die Englischlehrerin den Raum betritt. Mit Ritualen und dem spielerischen Lernen nähern sich unsere Kinder spontan, unbefangen und unbeschwert der Fremdsprache. Englische Fingerspiele, Geschichten und Lieder ermöglichen den Kindern sich mit der Sprache auseinanderzusetzen. „Es macht einfach Spass!“ sagt der 5-jährige Lukas.
Englisch ist Weltsprache. Europa verständigt sich größtenteils auf Englisch, die Computer- und Wissenschaftssprache ist Englisch. Die Zukunft unserer Kinder liegt im europäischen Raum, und möglicherweise werden auch Beziehungen auf internationaler Ebene eine Rolle spielen. Das haben viele Eltern erkannt und wollen ihre Kinder früh darauf vorbereiten.
Kleine Helfer, große Helden – Erste-Hilfe-Kurs für Vorschulkinder
Kinder sind ständig in Bewegung, zu jeder Zeit an fast jedem Ort, und daher besonders Unfall gefährdet. Je jünger unsere Kleinen sind, desto geringer ist ihre Fähigkeit ausgeprägt, Gefahren für ihre Gesundheit einzuschätzen. Aber was tun, wenn es zu einem Unfall kommt? Durch die Malteser ermöglichen wir unseren Vorschulkindern an einem einwöchigem Ersthelferkurs teilzunehmen. Kein Kind ist zu jung, um zu lernen, was im Notfall zu tun ist, und dies in der Praxis anzuwenden. Die Kinder haben sehr viel Spaß einen Verband anzulegen oder den Erste-Hilfe-Koffer zu durchforsten. Den Kindern wird ausführlich erklärt, wie sie sich bei Notfällen zu verhalten haben und selbst die wichtigsten Notrufnummern lernen die Kleinen im Nu auswendig. Der krönende Abschluss ist immer die Besichtigung des Sanitätswagens und die Demonstration des Martinhorns.
„Starke Kinder“ für die Zukunft
Im „Starke-Kinder-Kurs“ wird das Selbstbewusstsein gefördert, das Nein-Sagen trainiert und die Urangst sowie das Misstrauen gegenüber fremden Menschen besprochen. Nicht jedes parkende Auto mit einem Fahrer ist und nicht jede Ansprache ist gefährlich, aber gerade in der heutigen Zeit sollte ein Kind richtig reagieren können. Wir haben uns für dieses Projekt entschieden, um nicht mehr hilflos und tatenlos die Schreckensmeldungen der Presse hinzunehmen, die mit dem Verschwinden von Kindern, oder mit feindlichen Übergriffen, in Verbindung gebracht werden. Mit diesem Projekt wollen wir Eltern und Kinder auf dieses Thema sensibilisieren. Der Kurs soll den Kindern eine Verhaltensstrategie lehren, welche sie in einer gefährlichen Situation einsetzen können. Die Kinder sollen sich bewusst werden, dass es Situationen geben kann, in denen sie sich alleine behaupten müssen und somit dass lähmende Gefühl der Angst überwinden lernen.



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