Ein sauberes Jubiläum: Die Kläranlage in Hirblingen leistet seit 20 Jahren ihren Dienst

v.l. Gerald Adolf (Kämmerer Abwasserzweckverband Schmuttertal), Karl Hörmann (Bürgermeister Gemeinde Gablingen), Peter Wendel (Bürgermeister Gemeinde Aystetten), Manfred Nozar (ehemaliger Bürgermeister Stadt Neusäß), Richard Greiner (1. Bürgermeister Stadt Neusäß), Michael Wörle (Bürgermeister Stadt Gersthofen), Peter Högg (Bürgermeister Marktgemeinde Diedorf), Wilhelm Kugelmann (2. Bürgermeister Stadt Neusäß) und Xaver Golling (Betriebsleiter Abwasserzweckverband Schmuttertal)
Seit 20 Jahren – fast auf den Tag genau – gibt es die jetzige Kläranlage des Abwasserzweckverbands Schmuttertal (AZS), die in Hirblingen steht. Am 12. Oktober 1996 wurde die Anlage in Betrieb genommen. Etwas länger, seit 1994, gibt es den Abwasserzweckverband Schmuttertal, der aus dem Zusammenschluss des Zweckverbands Abwasserbeseitigung Mittlere Schmuttertalgruppe und des Verbandes Obere Schmuttertalgruppe entstand. Dem AZS gehören die Städte und Gemeinden Neusäß, Aystetten, Diedorf, Gessertshausen und die Gersthofer Ortsteile Batzenhofen, Edenbergen, Hirblingen und Rettenbergen, der Stadtberger Ortsteil Deuringen sowie der Gablinger Ortsteil Holzhausen an. Anlässlich des Jubiläums wurde eine neue Imagebroschüre entworfen sowie das neue Logo in einer Feierstunde präsentiert.

„Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut“, so Neusäß Bürgermeister Richard Greiner, der Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes ist, in seiner Rede. 97 Prozent des Wassers auf der Erde aus Salz- und zu drei Prozent aus Süßwasser, wovon zwei Prozent gebunden ist, zum Beispiel in Gletschern. Lediglich ein Prozent ist für Menschen gedacht. Anhand dieser Zahlen verdeutlichte Greiner die Bedeutung des Elements und damit die Notwendigkeit der Kläranlage. Aktuell profitieren in etwa 60.000 Menschen von dieser, in die rund fünf Millionen Kubikmeter Abwasser jährlich fließen. Sowohl in wirtschaftlicher als auch in energetischer Hinsicht steht die Anlage gut dar. Laut Greiner arbeitet sie effizient, liefert gute Energiewerte und ist seit Februar 2016 schuldenfrei. Von den benötigten 1,64 Millionen Kilowattstunden Strom werden 60 Prozent selbst über Klärgas erzeugt, das im Faulturm entsteht und in die beiden Blockheizkraftwerke fließt. Die übrige benötigte Wärme wird zugekauft.

Damit die Anlage auch künftig sauber funktioniert, sind weitere Investitionen geplant. Den bereits vorhandenen drei Reinigungsstufen soll eine vierte hinzugefügt werden, um auch beispielsweise Phosphatrückstände zu filtern. Des Weiteren ist für 2017 eine Schlammentwässerung geplant, die die Lohnentwässerung ablöst. Die Anlage soll auf der Rasenfläche hinter dem Faulturm entstehen, auf der derzeit noch ein altes Wohnhaus steht, das abgerissen wird. Die Kosten betragen rund 1,65 Millionen Euro. Greiner bezeichnet den Abwasserzweckverband als Beispiel für eine „hervorragende interkommunale Zusammenarbeit“ und dankte auch den Mitarbeitern der Kläranlage, die im Bereitschaftsdienst rund um die Uhr im Einsatz sind.

Um den Bewohnern der beteiligten Städte und Gemeinden den Nutzen der von außen unscheinbaren und versteckt gelegenen Anlage aufzuzeigen, hat der Abwasserzweckverband ein neues Logo entwerfen lassen, das einen Wassertropfen umschlungen von zwei im Kreis laufenden Pfeilen zeigt, und seine Imagebroschüre überarbeitet. Übersichtlich in Text und Bild wird darin die Funktionsweise der Kläranlage in Hirblingen beschrieben und die Geschichte des Abwasserzweckverbandes skizziert.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 05.11.2016
Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 05.11.2016
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