Abteilung Volleyball belohnt ehrenamtlich tätige Mitglieder mit "Fahrt ins Blaue"
Die Abteilung Volleyball des TSV Gersthofen belohnte dieses Jahr alle Mitglieder die auf die ein oder andere Weise ehrenamtlich innerhalb der Abteilung tätig waren mit einer "Fahrt ins Blaue". Das bedeutet, dass erstmal niemand so recht wusste wohins eigentlich ging.
Natürlich löcherten wir die Abteilungsleitung nach dem Ausflugsziel aber letztlich sickerte kaum etwas durch. Auch vorgeschobene Ausreden wie "dann weiß ich aber gar nicht was ich anziehen soll" brachten keinen Erfolg, wir wurden schlicht und einfach auf die Einladung hingewiesen, in der so Ausdrücke wie "ausflugstaugliches Schuhwerk" oder "Freizeitkleidung inklusive Pullover oder Jacke" standen.
Erst am Ausflugstag, den 23.06. wurde Licht ins Dunkel gebracht. Wir sollten zunächst die Charlottenhöhle bei Giengen besichtigen und danach weiter nach Blaubeuren fahren. In aller Frühe trafen sich 13 Mitglieder am Parkplatz an der TSV Turnhalle und los gings Richtung Schwabenländle. Nach einer knappen Stunde Fahrtzeit gabs erstmal Frühstück für alle inklusive Kaffee und Prosecco, so dass wir frisch gestärkt an der Höhle ankamen. Hier traf uns der erste Schock: Nur 8 Grad soll es in der Höhle haben. Und das im Sommer. Gut, dass alle auf die Einladung geschaut hatten und warme Kleidung dabei war. Die Charlottenhöhle ist eine 587 Meter lange Tropfsteinhöhle, die bereits 1893 entdeckt wurde und nun für das Publikum zugänglich ist. Eine Stunde hielten wir uns in der Höhle auf und erfuhren von unserer Führerin so allerlei darüber. Z.b. wie die vielen Tropfsteine entstanden waren und welche Tiere bereits dort gelebt hatten oder immer noch leben.
Nach der Besichtigung gings weiter Richtung Kloster Blaubeuren. Nach einem kurzen Lunch stand schon die nächste Führung auf dem Programm, in der wir zunächst allerlei über das Kloster Blaubeuren inklusive Hochaltar erfahren sollten und danach stand der Blautopf im Vordergrund.
Das Kloster wurde im 11. Jahrhundert gegründet und war maßgeblich an den Blautopf als einzige Wasserquelle gebunden. So sollte es zunächst auf der schwäbischen Alb liegen, aber durch das wasserdurchlässige Kalkgestein in dieser Region findet man auf der Alb eigentlich kein Wasser, es muss erst dorthin hochgepumpt werden, was damals aber technisch noch nicht möglich war. Mit der Reformation wurde das Kloster von den Protestenten übernommen, dies hatte zur Folge, dass nun heutzutage keine Mönche mehr dort leben, sondern sich dort ein Internat befindet. In diesem altsprachlichen Gymnasium verpflichten sich die Schüler entweder Musik, Religion oder Griechisch als Leistungskursfach zu wählen. Sehr sehenswert ist auch der Hochaltar, der mit seinen zwei Flügeln von Malern und Bildhauern der sogenannten Ulmer Schule geschaffen wurde, und der glücklicherweise der Zerstörung während und nach der Reformation entging.
Der Blautopf ist eine Karstquelle, die sich in 22 Meter Tiefe befindet und zwischen 200 und 32000 Liter Wasser pro Sekunde ausschüttet. Diese unterschiedliche Wasserschüttung kommt durch die Großwetterlage zustande, da sich versickerndes Regenwasser aus weitem Umkreis in einem weitverzweigtem Höhlensystem sammelt und wie durch eine natürliche Kanalisation zur Quelle fließt und dort austritt. Das Wasser hat je nach Wasserschüttung und Tageslichteinfall eine tiefblaue bis grüne Färbung. Das Höhlensystem wurde von Forschungstauchern schon etwa 8km weit erforscht, wobei riesige Höhlen von bis zu 150m Länge und 50m Höhe erkundet wurden.
Nach dem Blautopf stiegen wir ins Blautopfbähnle und erkundeten die Stadt von dieser nostalgischen Bahn aus. Als Ausklang des Tages schlemmten wir noch im Gasthof "Adler" und konnten uns einige schwäbische Gerichte schmeckem lassen. Gegen 21:30 Uhr gings wieder Richtung Gersthofen. Alles in allem ein gelungener Ausflug bei dem jeder viel Spaß hatte und so allerlei über diese Region erfahren hat.





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