Angebliche Heilerin entwendet mehrere tausend Euro

von Matthias Brenner aus Herdecke | am 03.02.2010 | 344 mal gelesen | 1 Kommentar | 0 Bildkommentare | 0 Bilder

AUGSBURG/UNIVIERTEL – Eine 73-jährige Osteuropäerin wurde Opfer von drei unbekannten Trickdiebinnen. Die Geschädigte war zunächst von einer Frau auf der Straße angesprochen worden

Die Unbekannte lenkte das Gespräch im Laufe der Zeit auf eine angebliche Heilerin, die gerade bei einer Bekannten von ihr sei. Im weiteren Verlauf kam die angebliche Bekannte hinzu und gleich darauf traf auch die Frau ein, welche sich als Heilerin ausgab.

Diese redete auf die Geschädigte ein und gab ihr zu verstehen, dass sie und ihr Bruder innerhalb der nächsten Wochen versterben würden.

Im weiteren Verlauf ließ sich die Geschädigte davon überzeugen, dass die Ursache für den unmittelbar bevorstehenden Tod das Geld in ihrer Wohnung sei, welches verhext sei. Allerdings gab die Heilerin weiter an, dass sie eine Möglichkeit sehe, das Leben der Geschädigten sowie ihres Bruders zu retten. Hierzu müsste sie den auf dem Geld lasteten Fluch beseitigen.

In der Wohnung der Geschädigten wurde nun das gesamte Bargeld in ein Geschirrtuch gewickelt und die Betrügerin führte ein religiös anmutendes Ritual durch. Dabei tauschte sie, von der Geschädigten unbemerkt, das Geldbündel in dem Tuch gegen ein Bündel Papier aus.

Die Geschädigte erhielt die Auflage, das Geld drei Tage lang im Tuch eingewickelt zu lassen, um den Fluch gänzlich davon zu nehmen.
Als die 73-Jährige schließlich drei Tage später das „Geldbündel“ öffnete, fand sie nur Papierschnipsel vor.

Die Geschädigte sowie alle Täterinnen stammen aus Osteuropa und unterhielten sich ausschließlich in russisch. Von den drei unbekannten Trickdiebinnen liegen nur dürftige Beschreibungen vor:

1. (Heilerin) ca. 165 cm groß, etwa 55 Jahre alt, kräftig
2. keine Größenangabe, etwa 55 Jahre alt, kräftig
3. ca. 30 Jahre alt, etwa 145 cm groß, schlank

Die Kripo Augsburg warnt zum einen vor einem erneuten Auftreten der Täterinnen und bittet darüber hinaus um Zeugenhinweise unter Telefon 0821/323-3810.

Quelle: PP Schwaben Nord

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Helmut K. aus Augsburg am 04.02.2010 um 09:46 Uhr  
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