Angelo Branduardi: In Concerto 2009 – Live mit Band

Mit einem großen Knall und Riesenhits startete Angelo Branduardi in den 80er-Jahren europaweit durch. Der Struwwelpeter aus Italien, der seine Geige meisterhaft beherrscht, war allen vor Augen und natürlich im Ohr. Auch Menschen, die nicht des Italienischen mächtig waren, konnten seine wunderbaren, poetischen und doch mitreißenden Lieder mitsingen. „Alla fiera dell'est“ und „La pulce d'acqua“ (Der kleine Wasserfloh) seien hier stellvertretend genannt. Sein Album „Cogli la prima mela“ (Pflücke den ersten Apfel), wurde sein erfolgreichstes Album in Deutschland und mit Platin veredelt. Seine Konzerte gerieten durch ihre Wärme zu Happenings, seine unverwechselbare Stimme zog die Leute in ihren Bann, es wurde getanzt und gefeiert, mit einer Ausgelassenheit und Freude, wie man sie heute nur noch bei Konzerten der ganz großen Live-Künstler erleben kann.

Branduardi kommt 1950 in der Nähe von Mailand auf die Welt und verbringt seine
Jugendjahre in Genua, um an der Musikschule Geige zu lernen. Er schaut früh über seine Grenzen hinaus, definiert sich als „Italiener, Kelte und Jude“ und singt auf Französisch, Italienisch, Deutsch, Englisch und Esperanto. Sein Repertoire umfasst Pop-Produktionen wie seine Anfangsalben „La Pulce D’acqua“ und „Alla Fiera Dell’Est“ sowie „Domenica E Lunedì“ und „Il Dito E La Lunau“ aus den 90er-Jahren, aber auch Volkslieder mit antiken Instrumenten und Soundtracks, darunter den für Michael Endes „Momo“.

Branduardi kann sich auf eine treue Gefolgschaft verlassen. Seinen Erfolg erklärt er als echter Italiener pragmatisch mit einem Beispiel aus der Küche: „Meine Musik ist wie Knoblauch. Ein eigentümlicher Geschmack, den man sofort erkennt und ihn entweder mag oder nicht, dazwischen gibt es nichts. Aber Gott sei Dank mögen die meisten Leute ja Knoblauch.“

In Deutschland hat man in den letzten Jahren wenig von ihm gehört, dafür hatte er mit seinem Album „L'infinatamente piccolo“, in dem er die Gedichte Franz von Assisis vertonte, im letzten Jahr den größten Erfolg seiner gesamten Karriere in Italien zu verzeichnen – eine ausgedehnte und überall ausverkaufte Tournee folgte. Ein kleiner Abstecher nach Dachau im Sommer 2008 lieferte einen weiteren Beweis für seine enorme Beliebtheit: Die 1500 Konzertkarten waren im Nu verkauft, Fans reisten aus allen Teilen Deutschlands an, um ihren Angelo endlich einmal wieder live zu erleben. Grund genug, ihn nach langer Pause mit diesem Programm auch nach Deutschland zu holen, zumal er seiner Fangemeinde auch mit dem Bonus-Track "Der Sonne Gesang" auf dem Album „L'infinitamente piccolo“ beschenkt.

Wann: 3.Mai 2009, 19.30 Uhr
Wo: Stadthalle Gersthofen


Eintritt: € 42,– / 39,30 / 36,60 zzgl. VVG

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 25.03.2009
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Franz Knöferl aus Pfaffenhofen am 12.02.2010 um 20:21 Uhr  
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