Wenig Hoffnung aus München und aus Berlin kommt diese Woche für „Zukunft des Ökologischen Landbaus“

Claudia Jung - Wenig Hoffnung aus München und aus Berlin kommt diese Woche für „Zukunft des Ökologischen Landbaus“
Mit seiner Regierungserklärung zu Monatsbeginn machte Staatsminister Helmut Brunner den bayerischen Biobauern wenig Hoffnung und aus Berlin kommt diese Woche vom Runden Tisch „Zukunft des Ökologischen Landbaus“ seitens Minister Schmidt auch nur Wahlkampf-Rhetorik. Hintergrund: Die CSU München verspricht eine Prämienanhebung für den ökologischen Landbau, konkrete Zahlen jedoch nennt Brunner wieder einmal nicht. Und Schmidt hat zwar die Erkenntnis, dass der ökologische Landbau Tiere und Umwelt, Klima und Ressourcen schützt, Taten auf vertrauensvolle Worte fehlen aber gänzlich.

„Solange nicht genügend ökologisch erzeugte Lebensmittel aus Bayern zur Verfügung stehen, muss in erster Linie dafür gesorgt werden, dass Bauern auf Ökolandbau umstellen“, kritisiert Harald Ulmer, Geschäftsführer der LVÖ zurecht die Staatsregierung. Denn um das Ziel der Staatsregierung zu erreichen, bis zum Jahr 2020 den Ökolandbau in Bayern zu verdoppeln, müssten pro Jahr mindestens 800 Betriebe neu hinzukommen; im Jahr 2013 waren es unterm Strich aber nur 17. Dazu müsste aber Minister Schmidt bei den Ländern dafür werben, stabile und hilfreiche Umstellungs- und Flächenförderungen festzuschreiben.

Die bayerischen Kunden, die Bioprodukte konsumieren möchten, legen immer mehr Wert auf die regionale heimische Herkunft der Bioprodukte. Ob in Kita, Schule oder Zuhause: Essen steht überall im Mittelpunkt und verbindet viele Generationen. Gutes Essen soll schmecken, gut für uns und unsere Umwelt sein. Daher halte ich die Forderung der GRÜNEN Bundestagsfraktion, für den verstärkten Einsatz von Öko-Lebensmitteln bei der Außer-Haus-Verpflegung - von öffentlichen Kantinen bis zum Kindergarten-Caterer - zu werben, für hervorragend. Auch in Bayern noch ein Geschäftsfeld, das sehr viel Potential bietet.

Ich warte wohl weiter vergebens auf ein ein klares politisches Signal der Bundes- und bayerischen Staatsregierung, ihre Ziele auch wirklich umzusetzen. Da hilft auch kein bayerisches Biosiegel, wie jetzt angekündigt.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 12.07.2014 | 20:32  
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