UNO: Jeder dritte Mensch gilt als arm

Claudia Jung: UNO: Jeder dritte Mensch gilt als arm. Die Reduktion sowohl der Armut als auch des Armutsrisikos muss auch nach 2015 im Zentrum der Millenniumsziele bleiben. Den Kampf gegen Hunger und Armut dürfen wir nicht aufgeben.
Nach Angaben der UNO gilt in unserer Zeit fast jeder dritte Mensch als arm. Die Vereinten Nationen weisen in ihrem jüngsten Entwicklungsbericht 2014 daraufhin, dass die Armut insgesamt zurückgeht. Dieser Fortschritt habe sich allerdings in den vergangenen Jahren verlangsamt.

Diese Entwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass weiterhin rund 2,2 Milliarden Menschen nicht nur mit sehr wenig Geld auskommen müssen, die Hälfte von ihnen hat pro Tag sogar weniger als einen Euro zur Verfügung. Gründe dafür sind Finanzkrisen, Naturkatastrophen und gewaltsame Konflikte. Weiter geht aus dem Bericht des UNO-Entwicklungsprogramms hervor, dass es vielen an Bildung und entsprechender Gesunheitsversorgung fehlt.

Wachsende Ungleichheit und Diskriminierungen bedeuteten weltweit für viele Menschen eine ernste Bedrohung. Frauen, Migranten, Menschen mit Behinderungen aber auch Menschen im nicht mehr arbeitsfähigen Alter, fehlt es zu großen Teilen am sozialen Schutz.

Entscheidend bleibt, nachhaltige Fortschritte gegen die Anfälligkeit durch Armut zu erreichen. Ich begrüße es, dass die UNO Regierungen aufruft, sich den Zielen der Vollbeschäftigung zu verpflichten. Dies bringt zweifelsfrei soziale Gewinne und Stabilität.

Die Reduktion sowohl der Armut als auch des Armutsrisikos muss auch nach 2015 im Zentrum der Millenniumsziele bleiben. Den Kampf gegen Hunger und Armut dürfen wir nicht aufgeben.

Der Entwicklungsbericht selber steht zurzeit nur in englischer Sprache zur Verfügung.

http://www.unric.org/en/latest-un-buzz/29340-human-development-report-2014-takes-the-temperature-on-humanity
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