Studie der Bertelsmann-Stiftung - Inklusion in der Ausbildung findet kaum statt

Claudia Jung, Kreisrätin, AUL-Aktive Unabhängige Liste, Landkreis Pfaffenhofen
Im April 2013 freute ich mich noch über den Antrag der christlich-liberalen Koalition "mehr Chancen für Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt". Augenscheinlich ohne große Wirkung. Die jüngste Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt weiter große Defizite: Demnach spielt gemeinsames Lernen von Behinderten und Nichtbehinderten in der deutschen Wirtschaft kaum eine Rolle. Von jährlich 50 000 Schulabgängern mit speziellem Förderbedarf finden nach einer repräsentativen Studie nur etwa 3500 einen Ausbildungsplatz. Stiftungsvorstand Jörg Dräger: "Inklusion darf sich nicht auf Kindergarten und Schule beschränken. Jugendliche mit Behinderung brauchen nach der Schule eine Perspektive und bessere Chancen auf einen Berufseinstieg."

Die Befragung bei über 1000 Betrieben ergab zwar eine Offenheit für Inklusion, aber auch ein großes Informationsdefizit. So sollen die staatlichen Unterstützungsangebote wie Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung oder Kostenübernahmen für Umbauten am Arbeitsplatz bei weniger als der Hälfte der Betriebe bekannt sein. Da besteht dringender Handlungsbedarf.

Inklusion als Ganzes zu sehen, ist die große Herausforderung und Herkulesaufgabe aller Beteiligten unserer Gesellschaft. Menschen mit Behinderung haben einen Anspruch auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie stehen mitten in der Gesellschaft und können ihr sehr viel geben.

Geben wir Ihnen diese Chance!

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung:

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-B61DE04A-91D24811/bst/hs.xsl/nachrichten_121332.htm
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