Reform der G8-Initiative "New Alliance" nötig

Claudia Jung, Botschafterin der Welthungerhilfe Deutschland
Die Deutsche Welthungerhilfe hat die Staats- und Regierungschefs der G7 anlässlich des G7-Gipfels, der diese Woche in Brüssel stattfindet, heue in ihrer Pressemitteilung dazu aufgerufen, die "New Alliance for Food Security and Nutrition in Africa" (Neue Allianz für Ernährungssicherung in Afrika) zu reformieren. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, 50 Millionen Menschen bis 2022 durch private Investitionen in die Landwirtschaft aus der Armut zu befreien. Die Welthungerhilfe warnt dagegen vor negativen Konsequenzen.

http://www.welthungerhilfe.de/pm-g7gipfel-bruessel2014.html

Es gilt als bewiesen, dass nur ein globales Ernährungsystem mit Kleinbauern und Kleinbäuerinnen sich in einer erfolgreichen Entwicklungspolitik bewährt hat. Und nur, wenn die Regierungsverantwortlichen die Bedürfnisse dieser Kleinbauern in den Focus ihrer weltweiten Entwicklungspolitik stellen, haben unsere gemeinsamen Bemühungen eine Chance auf Erfolg.

Bei mir erhärtet sich die Meinung, dass sich die G 7 Staaten unter dem Deckmantel der Hungerbekämpfung zum Steigbügelhalter der Profitinteressen international agierender und vernetzter Konzerne - bewusst oder unbewusst sei dahingestellt - macht. Wer Armut und Hunger bekämpfen will, muss die Armen und Hungernden unterstützen, nicht Agrokonzernen dabei helfen, Geschäfte zu machen.
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2 Kommentare
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Johanna M. aus Stemwede | 03.06.2014 | 23:59  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 04.06.2014 | 04:07  
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