Organspende ist ein großes Zeichen der Menschlichkeit

Claudia Jung, Kreisrätin, AUL-Aktive Unabhängige Liste im Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm
Mehr als die Hälfte der Bayern (58 Prozent) sind grundsätzlich zu einer Organspende bereit, berichtet Gesundheitsministerin Melanie Huml in ihrer gestrigen Pressemitteilung. Dagegen sollen es rund ein Viertel der Befragten abgelehnt haben, dass man ihnen im Falle ihres Todes Organe entnimmt. 16 Prozent sind unentschlossen. Die repräsentative Umfrage ergab auch, dass nur jeder dritte Bayer einen Organspende-Ausweis besitzt. Vorausgegangen war die Inititiative des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Dieses hatte im vergangenen Dezember die Kampagne "Herzensangelegenheit" zur Organspende gestartet. Dabei erhielten rund 6,6 Millionen Haushalte in Bayern eine Klappkarte mit zwei Organspende-Ausweisen und der Aufforderung, eine eigene Entscheidung zu treffen.

Die Manipulation von Wartelisten für Organtransplantationen an einigen Kliniken haben seit Bekanntwerden der Fälle für große Verunsicherung und herben Vertrauensverlust bei den Bürgern, besonders auch unter den Jugendlichen gesorgt. Die langen Wartezeiten bestätigen den bestehenden Organmangel und damit die oft ausweglose Situation für viele Patienten. Mit bayernweit 118 Spendern wurde im vergangenen Jahr im Freistaat die niedrigste Spenderzahl seit Einführung des Transplantationsgesetzes im Jahr 1997 erreicht.

Eine Organspende ist nach wie vor ein großes Geschenk – ein Zeichen von Menschlichkeit, Mitmenschlichkeit und Solidarität, das Leben rettet.

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland täglich drei Menschen sterben, denen eine Organübertragung das Leben hätte retten können, sollten Sie sich aber nicht verunsichern lassen. Zögern Sie nicht, Organspender zu werden! Sollten Sie noch unsicher sein, bin ich überzeugt, dass Ihnen Ihre Krankenkasse sowie der Arzt Ihrer Wahl Rede und Antwort stehen werden.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.05.2014 | 03:58  
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