Landkreis Pfaffenhofen stellt Übersichtskarte über alle zur Windkraftnutzung geeigneten Flächen und die Gründe für deren Auswahl im Landkreis auf der Gewerbe-Messe in Manching vor

Claudia Jung, Kreisrätin Landkreis Pfaffenhofen
Ministerpräsident und CSU Chef Horst Seehofer hatte im Februar ein Moratorium für den eigentlich bereits beschlossenen Bau neuer Stromtrassen von Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) nach Meitingen (Bayern) verlangt und stellt sich damit gegen ein Gesetz, dass er selbst beschlossen hat. In der Debatte um den Bau neuer Stromtrassen von Ostdeutschland nach Bayern hat das Bundeswirtschaftsministerium den bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer (CSU) nun wegen seines Alleingangs in die Schranken verwiesen. Wegen der starken Zunahme von Windkraftanlagen an Land könne der erneuerbare Strom in der betroffenen Region schon jetzt "nicht mehr zu jeder Zeit über das vorhandene Drehstromnetz aufgenommen und übertragen werden", erklärte der Staatssekretär Beckmeyer. Damit dürfte Horst Seehofer mit seinem Protest gegen eine neue Stromtrasse gescheitert sein!

Von großen Windrädern hält Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer allerdings auch nicht sonderlich viel und die Landesregierung will möglichst schnell den Bau von Windrädern im Freistaat erschweren. Dazu billigte das bayerische Kabinett einen entsprechenden Gesetzentwurf. Demnach muss in Bayern der künftige Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen zu Wohnhäusern das Zehnfache der Gesamthöhe der Anlage betragen. Bei 200 Meter hohen Windkraftanlagen entspricht das dann einer Entfernung von 2 km. Nach Angaben des bayerischen Verbands für Windenergie wären durch die Regelung im Freistaat fast gar keine Flächen mehr für neue Windräder verfügbar. Anlagen, für die bis zum 4. Februar 2014 ein vollständiger Antrag gestellt wurde, sollen nicht unter die neue Regelung fallen. Auch Altanlagen würden Bestandsschutz genießen.

Auch ich bin der Meinung, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn sie gemeinsam mit Bürgern und Wirtschaft gestaltet wird. Wie bereits schon am 09. April gesagt, Kommunen, die sich einig sind, können im Prinzip Windkraftanlagen mit geringeren Abständen beschließen. Und wenn sie sich nicht einigen, liegt der Schwarze Peter nicht mehr bei Seehofer - sondern bei den Gemeinden.

Auf der 19. Gewerbe - Messe Manching vom 25. bis 27. April 2014 ist auch der Landkreis Pfaffenhofen mit einem großen Stand am Halleneingang vertreten. Die Messebesucher können sich dort erstmalig umfassend über das Fachkonzept zur landkreisweiten Windkraftplanung informieren. Insbesondere wird eine Übersichtskarte über alle zur Windkraftnutzung geeigneten Flächen und die Gründe für deren Auswahl vorgestellt.

http://www.landkreis-pfaffenhofen.de/HOME/Aktuelles/AlleMeldungen.aspx?rssid=74E92CB4-C7AC-413A-94EF-5E760FC91617
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