Ist die Marktmacht von „Google“ überhaupt zu stoppen?

Ist die Marktmacht von „Google“ überhaupt zu stoppen?

Google und seiner stetig wachsenden Marktmacht wollen Deutsche Spitzenpolitiker den Kampf ansagen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte jetzt eine strengere Regulierung bis hin zur Möglichkeit der Zerschlagung und Innenminister Thomas de Maizière (CDU) stufte die Tätigkeit des US-Konzerns schlimmer ein als die globalen Datensammelaktionen des US-Geheimdienstes NSA. EU Wettbewerbskommissar Almunia hingegen will das Brüsseler Kartellverfahren gegen den von vielen von uns lieb gewonnenen Internet-Giganten trotz neuer Beschwerden nach dem Sommer abschließen und betrachtet die Zugeständnisse des Konzerns als ausreichend. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-digital-debatte/eu-kommissar-almunia-google-muss-diszipliniert-werden-12935740.html

In einer Pressemitteilung heisst es, Gabriels Ministerium und das Bundeskartellamt prüften, ob Unternehmen wie Google ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchten, um durch die Beherrschung einer "wesentlichen Infrastruktur" Wettbewerber systematisch zu verdrängen. Dabei werde eine "kartellrechtsähnliche Regulierung" ins Auge gefasst.

Für bemerkenswert halte ich dabei die Worte Gabriels, der von „in neufeudaler Selbstherrlichkeit auftretenden Monopolisten“ in Bezug der Unternehmen wie Google, Apple und Amazon spricht. Nur stellt sich mir die Frage: Warum hat die Politik dem manchmal für uns Laien schwer verständliche Treiben im „www“ weltweiten Netz so lange zugeschaut? - Auch wenn es sich nationalstaatlich nicht eindämmen lies -ein Votum Europas hätte selbst Google unmöglich ignorieren können.

Das Internet ist ja nicht nur für uns Nutzer ein Unterhaltungsmedium, sondern ein unvorstellbarer, gigantischer Markt, der sich weiter entwickeln und somit verändern wird. Ich hoffe, dass der Weckruf unseres SPD Vorsitzenden in Brüssel angekommen ist und es die europäische Politik jetzt in Angriff nimmt.

Herrn Minister Gabriel und seinem Ministerium wünsche ich guten Erfolg, auch wenn sich für mich
hier im Fall von Google die Frage der "Durchsetzbarkeit" stellt.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.05.2014 | 17:03  
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