Claudia Jung: Notwendigkeit für ein 3. Gymnasium in Frage gestellt

Kreisrätin und CWG-Gerolsbach Gemeinderätin Claudia Jung
Landrat Martin Wolf legte in der letzten Kreistagssitzung dar, dass aus seiner Sicht kein dringender Bedarf für ein weiteres Gymnasium zwischen Ingolstadt und Pfaffenhofen bestehe. Seine Bestandsaufnahme: Es gibt zwei Gymnasien in Pfaffenhofen und Wolnzach, die jeweils rund tausend Schüler besuchen. Zusätzlich pendeln aus unterschiedlichen Gründen rund 600 Schüler aus dem Landkreis nach Ingolstadt.

Auch AUL Listenkandidat Sepp Steinberger sieht in dem Ansinnen der FREIEN WÄHLER für ein weiteres Gymnasium keinen Sinn. „Es gibt deutlich mehr Empfehlungen zum Übertritt als Übertritte – aber das hat nichts mit dem Angebot zu tun, sondern ist eine freie Entscheidung“ Oftmals sei es sinnvoll, erst nach einer Lehre das Abitur über den zweiten Bildungsweg zu erlangen.

Claudia Jung legt nach wie vor Ihren Schwerpunkt auf Real- und Mittelschulen. „Bevor man an den Bau weiterer Gymnasien denkt, deren Notwendigkeit aufgrund sinkender Schülerzahlen nicht begründbar ist, sollte man lieber hier investieren. Unsere Realschulen platzen nach wie vor aus allen Nähten. Weil eben nicht alle Eltern ihren Kindern das G8 zumuten wollen, haben wir es hier mit einem erhöhten Andrang zu tun. Von stressfreierem Lernen durch kleinere Klassen und mehr Lehrer sind wir hier leider weit entfernt. Viele Mittelschulen kämpfen dagegen sogar ums Überleben, weil etliche immer noch nicht die Möglichkeiten erkannt haben, die diese Schulform bietet, um gerade den Kindern, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, ebenfalls die Chance auf einen höheren Bildungsweges zu ermöglichen. Zu hoch sind weiterhin die Vorbehalte von Eltern und Schülern, was wieder einmal mehr der dafür Beweis ist, dass man durch ein Umbenennen von Haupt- in Mittelschule keinesfalls eine höhere Wertigkeit in den Köpfen der Menschen bewirkt."
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