Claudia Jung: Neue EU-Regeln für Öko-Betriebe geplant

Claudia Jung, Kreisrätin Landkreis Pfaffenhofen
Bayerns Europaministerin Dr. Beate Merk sieht durch die Vorschläge der EU-Kommission zur Überarbeitung der EU-Öko-Verordnung den ökologischen Landbau in Bayern gefährdet.

Hintergrund:
Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, würden gerade für kleinere Betriebe im Öko-Landanbau eine strengere Überwachung und die Reduzierung von Ausnahmen eingeführt. Als Konsequenz würde dieses zusätzliche Kosten und erheblichen Mehraufwand für Kleinbetriebe bedeuten, die diese nicht so einfach stemmen können.

Ich halte es für falsch, generell alle Öko-Landanbaubetriebe unter Generalverdacht zu stellen, um diese EU-Öko-Verordnung zu rechtfertigen. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass Kontrollen sinnvoll sind. Schon im Interesse des Verbraucherschutzes muss Missbrauch verhindert werden. Es darf aber nicht passieren, dass nur große Produzenten, die diesen immensen Kontrollaufwand kostenmäßig händeln können, am Markt bestehen bleiben. Frau Dr. Beate Merk weisst zu recht weiter daraufhin, dass unsere bäuerlich strukturierten Öko-Landwirte „das Rückgrat bei der Erzeugung von hochqualitativen Bio-Produkten“ sind.

Eine Vielzahl dieser Öko-Landwirte sind im Landkreis Pfaffenhofen angesiedelt und es gilt, auch zukünftig seitens der EU-Kommission Ausnahmeregelungen zu gestatten, die unserer ländlichen Struktur mit Öko-Landwirten Rechnung trägt. Ohne Rücksicht auf diese Besonderheit, wäre der Bestand vieler heimischer Betriebe gefährdet, die mit Leib und Seele bei der Arbeit sind und großen Wert darauf legen, uns Verbrauchern höchste Qualität anzubieten, ohne dass die EU-Kommission ständig mit Öko-Verordnungen nachjustieren müsste.
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 25.04.2014 | 15:35  
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