Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will Sprachtests für ausländische Mediziner

Claudia Jung, Kreisrätin, AUL-Aktive Unabhängige Liste, Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm
Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder, die am heutigen Freitag in Hamburg zu Ende gegangen ist, hat sich mit den Deutschkenntnissen ausländischer Ärzte auseinander gesetzt und es wurden bundeseinheitliche Sprachtests für Ärzte aus dem Ausland, die hier arbeiten wollen, beschlossen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat bereits im Vorfeld gefordert, die Deutschkenntnisse von ausländischen Medizinern konsequenter als bislang überprüfen lassen. "Arzt und Patient müssen sich verständigen können - und das darf nicht an Sprachbarrieren scheitern, denn ein gegenseitiges Verstehen ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung."

Herzlichen Glückwunsch Frau Ministerin Huml. Sie sind zwar spät dran, aber immerhin auf die Idee gekommen, dass Ärzte, die in Deutschland arbeiten, mehr als Grundkenntnisse der deutschen Sprache brauchen. Zwingend zu einer erfolgreichen Behandlung gehört immer ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. Und wie viel Vertrauen kann ich haben, wenn ich immer überlegen muss: „Hat der mich jetzt wirklich verstanden?“

Die Ländergesundheitsminister hatten sich bereits vor einem Jahr in Potsdam für einheitliche Sprachtests ausgesprochen, doch bisher wurden sie nicht eingeführt.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte eine ähnliche Regelung auch für Pflegekräfte aus dem Ausland. „Gerade alte und pflegebedürftige Menschen sind darauf angewiesen, dass sie verstanden werden“, erklärte der Stiftungsvorstand Eugen Brysch.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.06.2014 | 00:50  
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