Wanderers hadern mit ihrer Chancenverwertung

Erneut müssen die Wanderers ohne Punkte in die neue Woche starten. Sowohl am Freitag in Buchloe als auch zu Hause gegen die IceHogs aus Pfaffenhofen musste man das Eis als Verlierer verlassen. Chancen gab es in beiden Spielen jedoch zu Genüge, sodass ein Punktgewinn an diesem Wochenende durchaus im Bereich des Möglichen gewesen wäre.

Bei der 1:4 Pleite in Buchloe startete man denkbar unglücklich in die Partie. Mal wieder kassierte man leichtfertig einen früheren Gegentreffer, dem man schließlich hinterherlaufen musste. Möglichkeiten, diesen Treffer zu annullieren, boten die Hausherren kurz darauf durch mehrere Strafzeiten. Doch selbst mit zwei Mann mehr auf dem Eis brachte man die Hartgummischeibe nicht in das Tor von ESV-Goalie Bernthaler, der gegen Germering sein Bayernliga-Debüt feierte. Kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts mussten sich die Wanderers jedoch glücklich schätzen, nicht mit einem 0:2 Rückstand in die Pause zu gehen. Das leere Tor wurde von den Pirates nicht getroffen, womit auch im Mitteldrittel noch alles möglich war. In dieses startete die Wanner-Truppe motiviert, den Ausgleich zu erzielen. Ein Lattentreffer von Casaccio sowie eine Großchance in Überzahl fanden jedoch nicht den Weg in das Tor. Wie das mit den Tore schießen geht, zeigten schließlich die Hausherren. Matthias Strodel überlistete Sebastian Reisinger und baute die Führung für seine Mannschaft aus. Auch das Überzahlspiel sollte bei den Pirates besser gelingen. Daniel Huhn sorgte in der 34. Spielminute mit einem gezielten Schuss für die Vorentscheidung. Der einzige Treffer für die Wanderers fiel im letzten Spielabschnitt. Kapitän Christian Czaika versenkte den Puck nach Zuspiel von Daniel Rossi und Mathias Jeske. Zuvor durfte sich jedoch noch ESV-Stürmer Waldhausen in die Torschützenliste eintragen.

Besser in die Partie fand man zwei Tage später gegen die IceHogs aus Pfaffenhofen. Konzentriert ging man in die Partie und dominierte die Anfangsminuten. Mehrmals kreuzte man gefährlich vor Gäste-Torhüter Hamberger auf und belohnte sich schließlich nach neun Minuten in Person von Harald Nuss. Auch danach spielte man gut nach vorne und kam durch Benedikt May in Überzahl zu einer guten Möglichkeit. Aber auch die Gäste nahmen am Spiel teil und nutzten fünf Minuten vor dem ersten Pausentee ein vorweihnachtliches Geschenk der Wanderers gnadenlos aus. ECP-Stürmer D.J. Turner luchste einem Wanderers-Verteidiger die Scheibe vom Schläger und konnte durch ein Solo den Ausgleich erzielen. Doch es kam noch schlimmer: Die Gäste, die nun immer besser in ihr Spiel fanden, drehten das Spiel durch Michael Pfab in nur wenigen Minuten. Dementsprechend lang waren die Gesichter im Wanderers-Lager. Dass Aufgeben für die junge Germeringer Mannschaft keine Option ist, zeigten sie auch dieses Mal. Wenige Sekunden vor dem Ertönen der Pausensirene erspielte sich Daniel Rossi eine gute Gelegenheit, den Spielstand auszugleichen. Nicht nur hier fehlte das nötige Quäntchen Glück. Auch nach der Pause ärgerte man sich über vergebene Chancen. Ein Pfostentreffer von US-Boy Ryan Smith, ein vergebener Sololauf von Christian Czaika und ein „Zwei-gegen-Einen“-Konter in Unterzahl konnten nicht genutzt werden. Der Ausgleich sollte den Wanderers an diesem Abend nicht mehr vergönnt sein. Denn auch diesmal bestraften die Gäste die Chancenverwertung in Form eines Zwei-Tore-Rückstandes. Gejubelt wurde kurz darauf beim vermeintlichen 2:3 Anschlusstreffer. Leider jedoch nicht lange. Das Schiedsrichtergespann entschied auf Schlittschuhtor und erkannte diesen Treffer nicht an. Somit ging man mit einem 1:3 in die letzten 20 Minuten, wo man noch einmal alles versuchen wollte, um doch noch wenigstens einen Punkt im Polariom zu ergattern. Diese Hoffnung wurde recht schnell verstärkt: Sven Goblirsch konnte kaum nach Wiederbeginn mit einem Mann mehr den Anschlusstreffer erzielen. Ein weiterer Treffer gelang den Wanderers an diesem Abend leider nicht mehr. Stattdessen zogen die IceHogs mit zwei weiteren Toren durch Löwenberger und Sturm (Empty-Net) davon und nahmen alle drei Punkte mit nach Hause.

Sichtlich enttäuscht zeigte sich auch Wanderers-Trainer Sebastian Wanner nach dem Spiel. „Wir haben sicherlich besser wie am Freitag agiert und hatten genug Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden“. Auch mit dem nicht gebenden Tor seiner Wanderers haderte Wanner sichtlich. Nichtsdestotrotz heißt es im Wanderers-Lager nun nach vorne schauen und erneut anzugreifen.
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