Wanderers bescheren ihren Fans 14 Tore und 4 Punkte zum Weihnachtsfest

Foto: Richard Langnickel
Nach sechs Niederlagen in Folge wollten die Wanderers endlich zurück in die Siegerspur finden. Zwar betonte Trainer Sebastian Wanner, dass man „zuvor nicht gegen Laufkundschaft verlor“, trotzdem wollte man sich endlich wieder für seine Leistungen belohnen. Das schaffte die junge Truppe um Kapitän Christian Czaika an diesem Wochenende eindrucksvoll. Ganze 14 Tore und 4 Punkte legten sie ihren Fans unter den Weihnachtsbaum. Aber alles von Anfang an:

Beim großen Favoriten Waldkraiburg rechnete wohl niemand mit einem Punktgewinn. Die heimstarken Löwen griffen vor der Saison mächtig in das Portemonnaie und verstärkten sich mit einigen Hochkarätern. Dass Klasse nicht alles ist, bewies die jüngste Bayernliga-Mannschaft den Löwen eindrucksvoll und ging mit viel Kampf und Laufbereitschaft ans Werk. Bereits nach 23 Sekunden sollten sich diese Tugenden auszahlen. Sven Goblirsch, der von Spiel zu Spiel immer besser in Fahrt kommt, ließ EHC-Goalie Vetter recht früh alt aussehen und brachte seine Farben mit 1:0 in Front. Doch es kam noch besser: Daniel Rossi konnte wenige Minuten später per Abstaubertor den Vorsprung weiter ausbauen, mit dem man letzten Endes auch in die erste Drittelpause ging. Die Löwen präsentierten sich in den ersten 20 Minuten recht einfallslos und konnten ihre spielerische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Eine Matchstrafe wenige Sekunden vor der Pausensirene für Löwe Martin Führmann brachte den Wanderers ein fünfminütiges Überzahlspiel ein, was prompt genutzt werden sollte. Sven Goblirsch konnte seinen zweiten Treffer an diesem Abend in Überzahl erzielen und sorgte dafür, dass sich wohl einige Fans im Stadion die Augen rieben, als das 3:0 für die Gäste auf der Anzeigetafel erschien. Natürlich nahmen auch noch die favorisierten Hausherren am Spiel teil und gelangen durch einen Doppelschlag zurück in die Partie. Nach einer Matchstrafe gegen Michel Feike präsentierten die Löwen ihre Klasse und kamen innerhalb von zwei Minuten mit 2:3 heran. Wer daraufhin mit einem Einbruch der Wanderers rechnete, der irrte sich. Was die Löwen können, können wir auch, dachten sich Dominik Bahner und US-Boy Ryan Smith und stellen ebenfalls innerhalb zwei Minuten den alten Spielabstand wieder her. Danach ging es Schlag auf Schlag. In den letzten vier Minuten vor der Pause blitzten die Löwen erstmals in der Partie richtig auf und glichen in Person von Borrmann, Rosenkranz und Hämmerle wie aus dem Nichts aus. Somit wurde die Partie im letzten Spielabschnitt noch einmal richtig spannend und nichts für schwache Nerven. Denn kaum nach Wiederbeginn konnten die Löwen sogar in Führung gehen. EHC-Stürmer Borrmann überwand den in der Zwischenzeit eingewechselten Sebastian Reisinger und brachte die Hausherren erstmal in Führung. Nun war zu befürchten, dass sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Wanner erneut nicht für ihre Leistung belohnen würde. Hoffnungen auf einen Punktgewinn stellte jedoch Christopher Ott wieder her, der zehn Minuten vor dem Ende den Ausgleich markieren konnte. In Folge wäre sogar noch der Siegtreffer in regulärer Spielzeit möglich gewesen. Doch wie so oft scheiterte man am Goalie des Gegners. Somit ging es ins ungeliebte Penaltyschießen, welches man nicht für sich entscheiden konnte. Dennoch soll die Niederlage die Leistung nicht in den Schatten stellen. Denn, dass die Wanderers mit einem Punkt von den hochgehandelten Waldkraiburgern zurückkommen, damit hätte wohl niemand gerechnet.

Am Sonntag gab es beim 8:3 Kantersieg der Wanderers wie bereits zwei Tage zuvor einige Tore zu bejubeln. Erst sah alles nach einer wie erwartet schweren Aufgabe aus. Zwar gingen die Wanderers recht früh durch Kapitän Christian Czaika mit einem Mann mehr auf dem Eis in Führung, taten sich danach aber durchaus schwer, weitere Treffer folgen zu lassen. Erst in der Mitte des Spiels (30. Min) gelang Martin Dürr auf Zuspiel von Benedikt May das erlösende 2:0 – dachte man. Denn im direkten Gegenangriff zeigten die Gäste, dass auch sie auf ihre Chancen lauerten und kamen durch Verteidiger Friedberger wieder heran. Das Gegentor verdauten die Hausherren recht schnell und nutzten vier Minuten später erneut eine Überzahlsituation gnadenlos aus. Daniel Rossi verwandelte einen Abpraller zum 3:1. Kurz darauf durfte wieder gejubelt werden. Ryan Smith markierte seinen zweiten Treffer an diesem Wochenende und stellte das Ergebnis nun endgültig auf Richtung Sieg. Dieser sollte nun immer deutlicher ausfallen. Kurz vor dem zweiten Pausentee gelang Sven Goblirsch sogar noch das 5:1, was für freudige Gesichter auf den Tribünen sorgte. Auch im letzten Drittel stellte die Wanderers-Offensive das Toreschießen nicht ein. In der 48. Spielminute durfte sich dann Maximilian Vater in die Torschützenliste eintragen. Daraufhin stellten die Wanderers jedoch kurzzeitig das Spielen ein und fielen für zwei Minuten in einen regelrechten Winterschlaf. Diesen wussten die Gäste aus Haßfurt zu nutzen und konnten durch Nold in wenigen Sekunden mit 3:6 heran kommen. Gefährdet war der Sieg dennoch nicht. Eine Auszeit von Sebastian Wanner brachte die Germeringer Mannschaft wieder auf die richtige Spur. Recht schnell machte sich das auch wieder im Ergebnis spürbar. Daniel Rossi und Benedikt May markierten die Schlusspunkte in dieser Partie, die sogar noch deutlicher hätte ausfallen können.

Wanderers-Coach Sebastian Wanner brachte es nach der Partie auf den Punkt: „Jetzt haben wir schöne Weihnachten“. Zeit zum Ausruhen bleibt jedoch nicht. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag geht es für die Wanderers weiter. Dort empfängt man den Tabellenzweiten Sonthofen vor heimischer Kulisse. Spielbeginn ist bereits um 17:30 Uhr.
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