Shorthorns bei den Hörnern gepackt
2. DBBL Süd: Friendsfactory Germering - TS Herzogenaurach 65:60
Einen enorm wichtigen Sieg schafften die Zweitligabasketballerinnen von Friendsfactory Germering am Samstag gegen die Shorthorns aus Herzogenaurach. Am Ende stand ein vor allem durch die Leistung in der ersten Halbzeit verdienter 65:60-Sieg, der den Germeringer Korbjägerinnen nun drei Siege Vorsprung vor den Abstiegsrängen beschert.
Beide Mannschaften begannen die Partie ordentlich. Für Germering starteten Eitel, Schmidt, Schmidtke, Zdunek und Kovacic. Die Friendsfactory-Damen zeigten sich gegenüber dem vorigen Wochenende geduldiger, einsatzfreudiger und aggressiver. Lohn war eine Sechs-Punkte-Führung nach 10 Minuten. Bei Germering bestach in der ersten Halbzeit vor allem Sabrina Schmidtke mit Treffsicherheit von der Dreipunktelinie (vier Dreier bei 66% Trefferquote) und ambitionierter Verteidigung gegen Herzogenaurachs Topscorerin Kertsin Wägner. Diese hatte, wie ihr gesamtes Team, in der ersten Halbzeit große Probleme mit der Wurfgenauigkeit. Gegen die Ball-Raum-Verteidigung der Gastgeberinnen gelang kaum ein erfolgreicher Distanzwurf. Germering dagegen zeigte angetrieben von Spielmacherin Hannah Eitel immer wieder auch Schnellangriffe oder schaffte es Marijana Kovacic unter dem Korb in Szene zu setzen. Lohn war ein beruhigender 39:22-Vorsprung zur Pause.
Gäste-Trainer Christian Braun forderte in der Halbzeitpause mehr Engagement von seiner Mannschaft, entsprechend entschlossen begannen die Mittelfränkinnen das dritte Viertel. Die Ganzfeldverteidigung der Shorthorns führte zu einigen Germeringer Ballverlusten schon im Spielaufbau. Friendsfactory-Trainer Pascal Herrmann nahm schon früh zwei Auszeiten, um seine Mannschaft neu einzustellen. Doch der Vorsprung schmolz dahin, wie der Schnee in der Sonne vor der Halle und plötzlich war Herzogenaurach, das nun auch offensiv ins Spiel kam, zurück in der Partie.
Im Schlussabschnitt zeigten beide Mannschaften Nervosität angesichts der Bedeutung der Partie. Germering konnte jedoch stets einen knappen Vorsprung behaupten. Die eingewechselte Franziska Kümpfbeck zeigte wiederum eine gute kämpferische Leistung und ihre große Bedeutung in umkämpften Spielphasen, Nicole Schmidt gelang einer Minute vor Ende schließlich der entscheidende Dreier. Den direkten Vergleich aus Hin- und Rückspiel konnten sich die Germeringerinnen nicht mehr sichern, doch auch so bejubelte das Team den wichtigen Sieg ausgiebig.
Friendsfactory Germering:
Schmidt 16, Kovacic 14, Schmidtke 12, Grutza 10, Eitel 6, Zdunek 4, Kümpfbeck F. 3, Kümpfbeck S., Losonczy



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