"Rudi" der Zehnender
"Rudi" der Zehnender
Seit 13 Jahren in Folge fahren wir im März zum Skifahren nach Nauders am Reschenpaß, und wohnen wie immer im etwas oberhalb von Nauders, an der Straße zur Schweizer Grenze, idyllisch gelegenen Alpengasthof Norbertshöhe, und lassen uns von der Gastgeberfamilie Elfi und Kurt Berthold eine Woche lang verwöhnen, wobei die beiden Kinder, Andrea als Chefsekretärin und Managerin und Christian als Chefkoch, einen erheblichen Teil dazu beitragen; Christian hat inzwischen zwei Kochbücher geschrieben und selber fotografisch gestaltet, die unter den Gästen als Geheimtip gelten.
Heuer im Februar wurde bemerkt, dass nachts das Vogelhäuschen aufgebrochen wurde; das Vogelfutter wurde verspeist. Nach drei Nächten wurde der "Räuber" enttarnt, es handelte sich um einen kapitalen Hirsch, einen Zehnender.
Sofort wurde am Nachmittag eine Kiste mit vegetarischen Küchenabfällen neben die seitlichen Restaurantfenster gestellt und siehe da, abends gegen 20.00 Uhr erschien der Hirsch und fing seelenruhig an zu fressen, im Schein der Terassenlampen war er gut zu erkennen. Fortan kam er jeden Abend, manchmal mehrfach, wenn er sich durch Hunde, klappende Autotüren oder Spaziergänger zur rasanten Flucht veranlaßt sah, aber nach einer Weile kam er vorsichtig wieder, er hatte ja schließlich Hunger.
Das große Problem war nur, ihn sowohl bei der Ankunft als auch beim Essen zu fotografieren. Als Amateur - Freelancer für Sport hat man zwar die nötige Ausrüstung, aber keine Erfahrung für derlei Sujets.
Nach längeren gemeinsamen Versuchen ist es dann gelungen, ihn auf den Chip zu bannen (s.Fotos).
Zwei Tage nach diesen Aufnahmen hat er sein Geweih komplett abgeworfen, Glück gehabt :-)
Gunnar Eckardt
Das macht so einen Urlaub ja doppelt schön!





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