„Wenn wir die Energiewende wollen, werden wir nicht umhin kommen, dass sich das Gesicht unseres Landes verändern wird.“
Hildegard Müller, Vorsitzende des BdEW, beim Neujahrsempfang der Kreis Frauen Union
„Wenn wir die Energiewende wollen, werden wir nicht umhin kommen, dass sich das Gesicht unseres Landes verändern wird.“ so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW). Beim Neujahrsempfang der Kreis Frauen Union (FU) Fürstenfeldbruck. Dieser stand ganz im Zeichen der Chancen und Herausforderungen der Energiewende in Deutschland.
In ihrer Begrüßungsrede „Ein bayerisches Märchen“ betonte die FU-Kreisvorsitzende Gabriele Off-Nesselhauf, dass gerade die wirtschaftliche Situation in Bayern keine großen Wünsche mehr offen lasse. „Wünsche hinsichtlich der Energiewende brauchen aber weitere Anstrengungen in Innovation und Fortschritt. Alle Bürgerinnen und Bürger tragen nun Verantwortung dafür, dass die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung gelingt“, so die Germeringer Stadträtin.
Ulrike Scharf, Bezirksvorsitzende der Frauen Union-Oberbayern, stellte in ihrem Grußwort fest, dass Fukushima die Welt verändert habe. Darauf habe kein Bundesland so konsequent reagiert und seine Energiepolitik verändert wie Bayern.
BdEW-Chefin Müller, die in dieser Funktion die Interessen von 1800 großen und kleinen Unternehmen vertritt, begrüßte in ihrer Rede die Energiewende grundsätzlich. Sie kritisierte jedoch den ihrer Meinung nach viel zu langsamen Ausbau der Netze und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Solarindustrie. „Nicht die eigentliche Erzeugung des Stroms mittels erneuerbarer Energien wie Solar- und Windkraft ist die schwierigste Hürde.“ So werde an sonnigen Sommertagen deutlich mehr Strom produziert als verbraucht. Die Folge: dieser könne nicht im deutschen Netz gespeichert werden. Zudem seien ausländische Netze zeitweise nicht mehr in der Lage, zu viel produzierten und eingespeisten Strom aufzufangen. Daher müssten Schwankungen durch konventionelle Kraftwerke ausgeglichen werden.
Das elementare Problem sei somit der Transport. So könne Strom aus Offshore-Windparks vor der Nordsee-Küste bisher nicht in ausreichendem Maße durch „Stromautobahnen“ nach Bayern transportieren werden. Generell werde die Energieerzeugung der Zukunft vor Ort geschehen. „Um 17 Atomkraftwerke zu ersetzen, braucht es ca. 20.000 erneuerbare-Energien-Anlagen. Folge: Die Energieversorgung rückt naher an die Menschen heran“, so Müller. Ihre Forderung: „Deswegen müssen Genehmigungsverfahren schneller geschehen und die Bürger früher eingebunden werden.“ Neben milliardenschweren Investitionen werde die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zur Energiewende ein entscheidendes Kriterium.
Den richtigen Ton, lässigen Swing und eine professionelle Performance bot das CSG-Ensemble, ehemalige Schüler des Carl-Spitzweg-Gymnasiums, aus Germering. Mit einer eher ungewöhnlichen Zusammenstellung von Celli, Schlagzeug, Bass, Gitarre sowie dem mehrstimmigen Gesang von 3Sängerinnen rissen sie die Gäste ebenso wie die zahlreich anwesende Politprominenz zu wahren Begeisterungsstürmen hin.



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