NORWEGEN - Der Weg nach Norden ( Eine Reise quer durch Norwegen) Teil 1
Der " Weg nach Norden" hat dem Land seinen Namen gegeben. Diesen Weg nach Norden zu erkunden, war das Ziel einer 5-wöchigen Reise über insgesamt 5.500 Autokilometer und fast 1.000 Schiffskilometer. Das norwegische Festland erstreckt sich über 13 Breitengrade ; 8 davon wurden von Oslo bis Lofoten durchfahren. Wie in einem Film wechseln sich dabei die Extreme der Landschaft ab: sanftem Ackerland folgt braune Tundra, bunte Blumenwiesen werden von senkrecht abfallenden Felswänden umsäumt, 200 km lange und 1000 m tiefe Fjorde duchschneiden Gebirge mit bis zu 2.500 m Höhe. Sonnigen Fjordufern, an denen Äpfel, Birnen, Kirschen gedeihen folgen schon 1 Std. später wilde Gletscherzonen mit ewigem Eis.
All` das wurde in eindrucksvollen Bildern festgehalten.
Den Auftakt machte eine komfortable 19-stündige Fährfahrt von Kiel nach Oslo.
Die norwegische Hauptstadt zeigte sich von ihrer besten Seite und präsentierte ihre alten und neuen Sehenswürdigkeiten, von den Original-Wikinger-Schiffen, den Polar-Schiff "Fram", mit dem Fridtjof Nansen die Arktis erforschte und die Amundsen bei der Entdeckung des Südpols benutzte, bis zur Neuen Oper mit ihren begehbaren Marmordächern.
Mehrere Tage lang genießen wir das Besondere dieser Stadt zwischen Bergen, Meer und Seen, deren Museen, Architektur, die Parkanlagen, den alten Hafen, die Metro, die hier bis auf einen über 400 m hohen Gipfel fährt.
Der Landweg nach Norden, die Europastraße 6, geleitet uns in 3 Tagen bis über den Polarkreis ( 66° 33`), eine Fähre in 3 Stunden vom Festland nach Lofoten.
10 Tage verbringen wir am 68. Breitengrad bei Freunden, besteigen Berge bei jedem Wetter, erleben das tosende Nordmeer an der Westküste und die bizarre Schönheit der Lofot-Wand an der Ostküste. Ruhigen sonnigen Tagen folgen Orkane mit waagerecht dahinfegender Gischt, um dann wieder zu einem Schauspiel über zu leiten, das an Dramatik kaum zu überbieten ist: Sonne, Wolken und Wind erzeugen Szenen, in denen die umliegenden Berge Feuer zu speien scheinen, das schließlich mit dem Höhepunkt dieser Tage, der nicht mehr untergehenden Mitternachtssonne seinen Abschluß findet.
(Fortsetzung folgt)


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