Vielseitigkeit ist Trumpf bei Landkreischören

Chorgemeinschaft Unterpfaffenhofen-Germering e.V.
Beim diesjährigen Chorkonzert des Ammersee-Amper-Sängerkreises (AASK) e.V. war die Klangvielfalt, der Rhythmuswechsel, der bunte Strauß der Stilrichtungen Trumpf. Vor über 400 Sängerinnen und Sängern, Ehrengästen und Musikinteressierten im voll besetzten Orlandosaal der Stadthalle Germering gaben 14 Chöre ein abwechslungsreiches und ambitioniertes Programm und boten einen guten Überblick über das musikalische Können im Sängerkreis. Vor zahlreichen Repräsentanten aus der Landes- und Kommunalpolitik, dem Bayerischen Musikrat und dem Bayerischen Sängerbund entfaltet sich ein bunter Strauß eingängiger und anspruchsvoller Melodien. Den Abend eröffneten die Starzeltaler Sängerrunde mit einer Variation der Europahymne und einem bekannten Jodler von L. Maierhofer. Danach wurde es jugendlich beschwingt: unter der Leitung von Christian Meister bot der Jugendchor Maisach „Sound of Voices“ ein entspannendes „California Dreaming“, gefolgt vom afrikanischen „Hakuna matata“, bevor „The Voices“ aus Türkenfeld die Zuhörer den „Blue Moon“ besangen, um dann den Abba-Evergreen „Mamma mia“ in den Saal zu schmettern. Der MGV Germania Aubing bot mit beeindruckender Intonation, Gestik und Mimik, zwei Stücke aus seinem Jubiläumskonzert 120-jährigen Bestehen mit Silcher’s „Wohin mit der Freud“ und dem „Jägerchor“ aus Rosamunde. Der Liederkranz Puchheim fragte dezent und verschmitzt „Kann denn Liebe Sünde sein“ um dann in einem beeindruckenden musikalischen Dialog F. Loewe’s „Es grünt so grün“ aus My Fair Lady zu intonieren. In die 50er Jahre führte der MGV Harmonie Puchheim mit den „Capri Fischern“ und stellte in der Folge fest „So ein Tag, so wunderschön wie heute“. Der Gesangverein Maisach glänzte mit „Is die Liab net a Wunder“ um mit dem gefühlvollen „Lullabye“ allen Beteiligten eine schöpferische Pause zu ermöglichen.
Der Männerchor Emmering und der MGV Gröbenzell eröffneten den zweiten Teil des Konzertes mit sehr anspruchsvoller geistlichen Chorälen „Fürstenfeldbrucker Landfrauenchor dem Volkslied zum Durchbruch verhalf: „Die Gedanken sind frei“ und „Kein Feuer, keine Kohle“ standen für den notwendigen Einsatz, das gängige Volksgut nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Seine Nachfolgerin, die Kreischorleiterin Caroline Lichtinger-von Stein überraschte, wie im Vorjahr, mit einem schwungvoll vorgetragenen französischen Volkslied „Il est bel et bon“ von P. Passerau und ganz frei nach Mozart einer swingenden „Bourrée for W.A.“ Der Männerchor Germering, in der Begleitung von Hans Scherm und dem Dirigat Andreas Kretschmer präsentierte „Das ist die Lieber der Matrosen“ und gewann besonders das weibliche Publikum mit seiner sehr amüsanten Darbietung von „Laß mich dein Badewasser schlürfen“. Ernste Kunst bot der Gemischte Chor Gröbenzell mit D. Bortnianskys „Du Hirte Israel“, um dann den Bogen seines Könnens ins Leichtere zu spannen „Somewhere over the rainbow“ leicht, beschwingt und verträumt präsentiert. Der Männergesangverein Jesenwang berichtete: „Ich weiß ein Fass in einem tiefen Keller“. Aber nicht nur das Trinklied gehört zum Repertoire, auch Dvoraks „Eine kleine Frühlingsweise“ unterstrichen den künstlerischen Anspruch des Ensembles. Gerade vom Chorwochenende zurück ließ es sich auch der Vokalkreis Cantabile aus Germering nicht nehmen, eine fundierte Probe seines musikalischen Könnens beizusteuern: „In these deleightful, pleasant groves“ von Henry Purcell und „Dein Herzlein mild“ von Johannes Brahms bildeten den sehr gelungenen Abschluss der diesjährigen Präsentation der Chöre ehe, unter der Stabführung von Caroline von Lichtinger-von Stein, alle Sängerinnen und Sänger gemeinsam zu einem gefühlvollen und imposanten Schluss-Jodler ansetzten. Das Publikum darf sich künftig auf noch mehr freuen: Der Sängerkreis bietet künftig jährlich zwei Chorkonzerte. Auf das Wiedersehen am 22. März 2015, mit geistlichen Liedern in der Pfarrkirche in Maisach, darf man sich schon jetzt freuen.
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