Internationales Eishockey Knabenturnier in Germering (ein Rückblick)

EV Fürstenfeldbruck
 
Wanderers Germering

Das Internationale Eishockey Knabenturnier, zum wiederholten Mal dieses Jahr Anfang Oktober veranstaltet von den Wanderers Germering im Polariom, ist zwar schon ein paar Wochen her, aber da bietet sich ein kleiner Rückblick der anderen Art an.

Aber der Reihe nach:

Neben der Knabenmannschaft der Wanderers (es sind dies die 11 – 13 jährigen Jugendlichen) spielen 7 weitere Mannschaften aus dem In- und Ausland mit. Der Begriff „Knaben“ deckt übrigens nicht ganz die Zusammensetzung der Mannschaft ab, denn in dieser Altersklasse sind fast in jeder Mannschaft auch Mädchen dabei.

Die Vorbereitung eines solchen Turniers, das ja über drei Tage geht (Freitag bis Sonntag), erfordert einen ungeheuren logistischen Aufwand.

Da werden zuerst einmal die Vereine aus dem In- und Ausland angeschrieben bzw. angerufen; in diesem Jahr waren es fast 40 Vereine, die kontaktiert wurden und die natürlich als Voraussetzung auch eine Knabenmannschaft haben müssen.

Bis Mitte September hatten 7 auswärtige Mannschaften zugesagt, und dann folgten kurzfristig 4 Absagen. Da ist es dann sehr gut, dass man prima Kontakte zu den Vereinen aus dem näheren Umfeld hat, und diese Vereine ganz schnell noch einspringen, hierzu nachträglich noch mal ein herzliches Dankeschön.

Die Teilnehmer waren letztendlich die Sterzing Piranhas aus Italien, der HC Kufstein aus Österreich, der Mannheimer ERC, der EHC München, der EV Fürstenfeldbruck , der ESV Königsbrunn, der EHC Klostersee und als Gastgeber die Wanderers aus Germering.

Das Übernachtungsproblem konnte in diesem Jahr relativ leicht gelöst werden, da nur zwei Mannschaften, nämlich die Sterzing Piranhas und der Mannheimer ERC (je Verein mit Spielern und Betreuern und auch Fans zwischen 30 und 40 Personen) nicht abends nach Hause fuhren; sogar der HC Kufstein fuhr zum Übernachten nach Hause.

Das zweite große logistische Thema war die Verpflegung. Hier setzte nun der ganze Tross der Germeringer Mütter, Väter und Fans seinen Ehrgeiz daran, alle Gäste ausreichend zu versorgen. Für das Mittagessen war in der Suttner Stub’n im Polariom professionell gesorgt worden. Aber für die restlichen Mahlzeiten musste der Verpflegungstross ran. Das muss man mal gesehen haben, wenn hunderte Semmeln angeliefert und geschmiert wurden, wenn ganze Steigen Äpfel, Birnen und Bananen sowie Gemüse aller Art verarbeitet wurden, und das auf teilweise engstem Raum.

Aber wenn man will, geht alles, und es waren nur leichte Schnittverletzungen zu verzeichnen; es hat jedenfalls keiner der mehr als 200 zu Versorgenden Kritik an der Verpflegung geübt.

Ein drittes, wen auch kleines logistisches Problem, gab es wie immer für den Verfasser dieser Zeilen, der ja auch noch als „Hausfotograf“ tätig ist. Es mussten alle Mannschaften einzeln fotografiert werden (s. Fotos), was noch relativ einfach ist, dann am PC bearbeitet und als Erinnerung ausgedruckt werden.

Schwieriger ist ein Foto herzustellen, auf dem alle 150 Spieler in ihrer Spielausrüstung fotografiert werden sollen, ohne den normalen Ablauf des Turniers nachhaltig zu stören.
Das Foto konnte nur am Samstag gemacht werden, da zwei Mannschaften erst am Samstag früh angereist sind.

Im Polarion bietet sich dafür nur eine der Seitentribünen an, auf der alle Spieler Platz haben und der Fotograf mit 18mm – Weitwinkel alle draufbekommt.

Die Logistik läuft so: Es werden in den unteren zwei Reihen Gummimatten ausgelegt, denn zwei Mannschaften kommen direkt nach dem Spiel zum Foto, zwei weitere Mannschaften spielen sofort nach dem Foto, d.h. alle haben ihre Schlittschuhe an, und die macht man sich bekanntlich kaputt, wenn man damit auf Beton rumläuft. Zwei Mannschaften kommen gerade vom Essen und die restlichen zwei Mannschaften gehen dann gleich zum Essen.

Hört sich ganz einfach an, oder? :-)

Der Fotograf saust an seinen PC, bearbeitet das Foto, brennt eine CD und rast zum Photoshop, der dann bis kurz vor Geschäftsschluß am Samstagmittag die 150 Fotos ausbelichtet, die dann die Spieler von den Helfern (s. Fotos) auf ihre Teilnahmeurkunde geklebt bekommen (s. Foto).

Natürlich gab es auch einen Turniersieger; wie fast schon erwartet, waren die Sterzing Piranhas nicht zu schlagen und feierten den Turniersieg ausgiebig.

Im Rahmen der Siegerehrung wurde auch ein „All-Star-Team“ aus allen Mannschaften zusammengestellt (s.Foto); die Stürmer David Gschnitzner (Sterzing), Thomas Lichnowsky (Klostersee), Luca Dalpiaz (Kufstein), sowie die Verteidiger Jonas Steiner (Sterzing) und Qirin Stocker (Klostersee) und als Goalie Alexander Philipp (Königsbrunn).

Es war wieder ein eindrucksvolles Knabenturnier, was die Wanderers auf die Beine gestellt haben und das von allen Teilnehmern und Besuchern in hohem Maße gelobt wurde. Alle Mannschaften haben gesagt, dass sie 2009 wieder dabei sein wollen.


Gunnar Eckardt

Wanderers Germering

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3 Kommentare zum Beitrag
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Gunnar Eckardt aus Germering am 12.11.2008 um 11:47 Uhr  
6
Anselm Kraus aus Germering am 12.11.2008 um 15:19 Uhr  
195
Gunnar Eckardt aus Germering am 12.11.2008 um 16:22 Uhr  
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