30 Jahre Babysitterdienst

Edeltraud Ippenberger

Seit 30 Jahren gibt es den Babysitterdienst des Sozialdienstes. Aufgabe ist die Vermittlung von Mädchen und Jungen ab 15 Jahren, die zur Betreuung und Beschäftigung von Kindern zwischen 0 und 14 Jahren am Nachmittag, abends oder auch am Wochenende eingesetzt werden. Edeltraud Ippenberger (Foto), seit 13 Jahren Leiterin des Babysitterdienstes, betreut inzwischen 50 Schülerinnen und Schüler. Seit den Anfängen ist die Nachfrage kontinuierlich gestiegen, aber auch die Ansprüche der Eltern sind gewachsen. Deshalb absolvieren die Babysitter vor Beginn ihrer Tätigkeit an zwei Nachmittagen einen Kurs, bei dem sie über die Entwicklung eines Neugeborenen bis zum Kleinkind informiert werden, das Wickeln, Heben und Tragen von Babys lernen, und was zu tun ist, wenn es ein Problem gibt. Auch die Hinweise zu möglichen Gefahrenquellen und die Kommunikation mit den Eltern werden thematisiert.

„Die Eltern reagieren sehr positiv auf den Sozialdienst“, so Ippenberger. Dass der renommierte Germeringer Verein hinter dem Angebot steht, baue enormes Vertrauen auf. „Der gute Ruf erreicht auch die Nachbargemeinden – es gibt immer wieder Anfragen, auch außerhalb von Germering“.

Auch die Betreuungsform habe sich im Laufe der Jahre verändert: „Früher passten die Babysitter auf die Kinder auf, während die Eltern abends ausgingen. Heute übernehmen die Schüler mehr Aufgaben und mehr Verantwortung, auch tagsüber und an den Wochenenden“. Den Müttern und Vätern, die zwischen 6 und 10 Euro in der Stunde für die Betreuung bezahlen, geht es oftmals um eine Entlastung im Alltag. Der 15-jährige Tobias betreut Zwillinge im Alter von sechs Monaten. Während die Mutter mal Joggen oder zum Friseur gehen kann, versorgt der Schüler die Kinder, spielt mit ihnen oder fährt sie im Kinderwagen spazieren. „Die Arbeit kann sehr anstrengend sein, macht aber auch allen Spaß“, so die Ressortleiterin. „Wenn es doch mal Probleme gibt, sind diese meist schnell behoben“.

Dass manche Schüler über Jahre hinweg in einer Familie als Babysitter tätig sind, führt nicht selten zu einer persönlichen Beziehung zwischen Eltern und Schüler/in. Ein Mädchen blieb sechs Jahre in einer Familie und wurde danach noch weiter beschäftigt - als Nachhilfelehrerin für die inzwischen groß gewordenen Kinder.

Ippenberger erinnert sich auch noch gerne an die Dankbarkeit mancher Eltern, denen kurzfristig geholfen wurde. „Da kam die Mutter persönlich bei mir vorbei und bedankte sich mit einem riesigen Blumenstrauß – eine schöne Anerkennung, auch für die Jungs und Mädchen!“

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