25 Jahre Besuchsdienst

Bärbel Pohlmann

„Alte Menschen sind oft einsam, aber das war auch früher schon so“. Bärbel Pohlmann (Foto), Ressortleiterin des Besuchsdienstes, weiß, wovon sie spricht. Sie selbst besucht seit 22 Jahren alte, kranke, behinderte und vor allem einsame Menschen. Davor war sie 4 Jahre in der Krankenpflege des Sozialdienstes tätig. Hilfe bekommt sie von 22 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die insgesamt 36 Personen betreuen. Vor 25 Jahren, als der Besuchsdienst von Friedl Off ins Leben gerufen wurde, waren es sogar noch mehr. Ein Grund dafür ist, dass demenzkranke Menschen heute speziell betreut werden. Dafür gibt es eigene Angebote beim Sozialdienst.

Pohlmann besucht seit 4 Jahren eine Dame im Altenheim. Ein bis zwei Mal in der Woche für eine Stunde. Sie gehen spazieren, sehen sich Fotos an, spielen und reden. „Das Miteinanderreden ist das wichtigste. Viele sprechen sich richtig aus, erzählen ihren Kummer. Sie sind oft sehr einsam, niemand kümmert sich wirklich um sie“. Pohlmann spricht von Freundschaft und Vertrauen, von Nähe. Die wöchentlichen Besuche dauern oft Jahre an, manchmal bis in den Tod hinein. „Das geht einem dann schon nahe“, aber die Besuche machen ihr immer viel Freude, denn „es kommt viel zurück und man will ja auch helfen“.

Wer diese Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich beim Sozialdienst melden, Tel: 089/844845. Bei Einstufung in die Pflegeversicherung kostet ein Besuch 7 Euro, ansonsten ist der wöchentliche Hausbesuch einmal in der Woche kostenlos.

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