Hannover 96 Erich Oberkönig spielte 1945 bei 96.Nach dem Spiel gibt`s was zu essen!

rechts:Sebastian Kurbach,Gerd Oberkönig,Dieter Mahlert und Fred Ebeling
Gehrden: Heimatbund Gehrden | Nach dem Spiel gibt`s was zu essen!
Erich Oberkönig kehrte im September 1945 aus britischer Gefangenschaft in seine Heimatstadt Gehrden zurück. Sein Arbeitsplatz war bei der Provinzialversicherung in Hannover, zu der er bald auch wieder Kontakt aufnahm.
Schlank war er geworden – aber nicht verwundet und deshalb voller Tatendrang. Und Fußballspielen konnte er immer noch. Schon vor dem Krieg hatte er über einen Vorgesetzten Verbindung zu Hannover 96 bekommen und an diese alte Beziehung wollte er möglichst schnell wieder anknüpfen. „Ich hatte gehört, nach jedem Spiel gibt`s ordentlich was zu essen“, sagt Erich Oberkönig, „ nach den vielen Jahren voller Entbehrungen konnte da natürlich keiner widerstehen- auch ich nicht!“
Jetzt besuchte Oberkönig zusammen mit Fred Ebeling und Dieter Mahlert von der Heimatbundgruppe Gehrden das Archiv von Hannover 96.
Der Doktorand Sebastian Kurbach betreut das Archiv in der Clausewitzstraße neben dem Eilenriedestadion in Hannover und freute sich, den ehemaligen Spieler von 96 Erich Oberkönig an alter Wirkungsstätte begrüßen zu können.
Fotoalben wurden durchgeblättert, Zeitungsausschnitte von früher gelesen, Mannschaftsaufstellungen verglichen. Viele Namen und Geschichten aus der Nachkriegszeit kamen wieder hoch. Und an ein Spiel kann sich Oberkönig besonders gut erinnern: „ Das war gegen den HSV. 12.000 Zuschauer waren im Stadion. Ich spielte gegen Heinz Spundflasche, damals der bekannteste Spieler beim HSV.“
Ab 1947 kehrten einige der Stammspieler von 96 zurück.
Nachrücker – wie Erich Oberkönig – verloren ihren Platz in der Mannschaft.
„Ab den 01.11.1947 spielte ich dann beim SV Gehrden Fußball.
Es war eine schöne Zeit und der Fußball interessiert mich immer noch!
Wären des Krieges hat eine Bombe den Festsaal des Bahnhof Restaurant zerstört, mein Schwiegervater Blume hat dann das Kino gebaut, das ich betrieben habe.
Wenn 96 verliert, schmeckt mir kein Abendbrot mehr.“
Archivleiter Kurbach lud Oberkönig zu einem Treffen der Ehemaligen und zu einem Bundessligaspiel von Hannover 96 ein. Erich Oberkönig versprach, bald wieder in Hannover vorbeizuschauen.
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