BMM - 6. Runde: überraschender Sieg
Gegen unseren langjährigen Gegner Berenbostel II haben wir meist den Kürzeren gezogen - die letzten Begegnungen verliefen oft deutlich zu unserem Nachteil.
Gestern fehlten Stammspieler, und wir hätten vielleicht sogar eine Partie kampflos abgeben müssen. Doch wir hatten Glück, dass uns unsere zweite Mannschaft mit zwei Spielern aushalf. Für sie selbst war das eine Schwächung; sie verlor ihren ersten Aufstiegskampf knapp. Unser Gegner wiederum hatte dasselbe gerade nicht getan: da noch Aufstiegshoffnungen bestanden, mußte seine erste Mannschaft auf Ersatz verzichten. Wir spielten also gegen die stärkste verfügbare Mannschaft.
Nach gut zwei Stunden Spielzeit war noch bei keiner Partie eine klare Tendenz zu erkennen; Klaus Brand und Bernd Schützler hatten allerdings aussichtsreiche Stellungen mit je einem Bauern mehr und gutem Spiel. Klaus Kronenberg steckte in einer für ihn typisch verschachtelten Stellung, bei den übrigen Partien war man noch im frühen Mittelspiel.
Etwas später verlor Heinz Tode die Qualität. Hansi Reimann machte Remis an Brett 2; dasselbe geschah leider auch bei den eben erwähnten aussichtsreichen Stellungen, nachdem die Mehrbauern jeweils wieder verlorengegangen waren. Auch Klaus Kronenberg und Uli Becher remisierten, so dass es nach vier Stunden bei fünf Remisen unentschieden stand.
Die Spannung wuchs, da von den drei noch laufenden Partien je eine schlechter, eine ausgeglichen und eine besser für uns stand - in einer solchen Situation kann ein einziger Fehlzug über Sieg oder Niederlage der ganzen Mannschaft entscheiden.
Heinz verlor wie erwartet, so dass wir mit 2,5-3,5 hinten lagen.
Harold Allmendinger hatte ein Endspiel mit Läufer gegen Springer bei beiderseits fünf Bauern. Es gelang ihm, durch feines Spiel zunächst einen Bauern auf h2 zu erobern und dann mit seinem König quer übers Brett auf den Damenflügel zu marschieren, um dasselbe dort zu wiederholen. Dabei mußte er stets darauf achten, dass der Springer seines Gegners nicht noch eine Überraschungsattacke weit hinter seinem Rücken starten konnte.
Rainer Oeckel hatte ein Endspiel mit beiderseits zwei Läufern und drei gegen zwei Bauern. Er erzwang den Abtausch eines Läufers so geschickt, dass zwei verbundene Freibauern entstanden. Es war klar, dass sein Gegner den Läufer für diese Bauern geben mußte; doch gibt es Stellungen, in denen Läufer und Bauer selbst gegen den bloßen König nicht gewinnen können. Die galt es zu vermeiden.
Beide Calenberger Spieler bewiesen Nervenstärke, siegten, so dass am Ende ein glücklicher 4,5-3,5-Sieg zustandegekommen war. Herzlichen Glückwunsch vor allem an diese beiden!



Mit dem Aktivieren des Buttons erlauben Sie einen begrenzten Datenaustausch mit Facebook. Mehr dazu rechts unter .