Sind die Waschbären jetzt auch in Gehrden beheimatet??
Zwei sehr glaubwürdige Gehrdener haben mir versichert, dass sie am Gehrdener Berg einmal vor ca. 5 Wochen und dann in der letzten Woche je einen Waschbären im Garten gesehen haben, die ganz schnell wieder im Wald verschwanden. Was sagen die Experten / Förster dazu??
Ursula Mahlert
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es ist tatsächlich gut möglich, dass die Beobachter Waschbären in Gehrden gesichtet haben. Diese eigentlich nett ausschauenden Tiere - ursprünglich in Nordamerika beheimatet - sind vor geraumer Zeit (in den dreißiger Jahren) aus Pelztierfarmen entwichen und verbreiten sich mittlerweile recht stark. Eine große Population gibt es in Hessen. Und von dort etwa hat eine Wanderbewegung in Richtung Norden eingesetzt.
Eine ähnliche Entwicklung lässt sich bei Marderhunden (Enok) beobachten. Diese etwa fuchsgroßen Tiere stammen aus dem östlichen Sibirien und wurden ebenfalls der Pelze wegen in Farmen gehalten. Doch wie das so bei Gefangenen ist, gelang auch dem einen oder anderen Marderhund die Flucht. Sie breiten sich aus dem Osten kommend immer weiter gen Westen aus. Die ersten Tiere erreichten in den sechziger Jahren Deutschland.
Aus dem gerade aktuell von der Landesregierung herausgegebenen Jagdbericht für das Jahr 2007 ist die von Jägern geschossenen Zahl an Waschbären und Marderhunden abzulesen. Danach wurden mehr als doppelt so viele Marderhunde (683) in Niedersachsen als im Jahr 2006 geschossen. Bei den Waschbären (3069) war ein Anstieg um 80 Prozent verzeichnet worden.
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