Bundesweiter Tag gegen Schmerz

Wann? 07.06.2016 09:00 Uhr

Wo? Klinikum Rober-Koch, Von-Reden-Straße 1, 30989 Gehrden DE
Gehrden: Klinikum Rober-Koch | Pressemitteilung:
Bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 7. Juni 2016
Service: kostenlose Patientenhotline (0800-18 18 120) sowie Aktionen an rund 300 Standorten
-Robert-Koch Klinikum beteiligt sich mit Vorträgen und Tag der offenen Tür-


Gehrden, 07.06.2016 Das Klinikum Robert-Koch beteiligt sich am 7. Juni 2016 am bundesweiten „Ak-tionstag gegen den Schmerz“ mit Vorträgen um 10 und 12 Uhr sowie einem Infostand im Foyer des Krankenhauses. An diesem Tag macht die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. mit Unterstützung von vielen weiteren Schmerzorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von etlichen Millionen Men-schen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in rund 300 Praxen, Kliniken, Apotheken und Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Neben ausge-wiesenen Schmerzexperten in Klinik und Arztpraxis beteiligen sich auch in 2016 wieder mehrere Dut-zend Apotheken und viele Pflegeeinrichtungen an dem Aktionstag gegen den Schmerz.

Als Extra-Service stehen am 7. Juni 2016 in der Zeit von 9:00–18:00 Uhr mehrere in 10 gleichzeitig geschalteten Telefonleitungen rund 200 Schmerztherapeuten den Schmerzpatienten Rede und Ant-wort in einer kostenlosen Telefonhotline (Tel: 0800-18 18 120) der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.In Ergänzung der zuvor genannten Patienten-Telefonhotline beraten Pflegefachkräfte ihre Kollegen in Fortbildungsmöglichkeiten unter dem Expertentelefon der Pflege-Schmerzexperten (Tel. 0800-18 18 129.)

„Es gibt gute Therapiekonzepte, die helfen, den Schmerz zu lindern. Wir haben die Erfahrung ge-macht, dass Patienten dennoch leider lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirren, bevor sie den Weg zu uns finden“, so ein Schmerzexperte. Schmerzen sind ein wichtiger Warnhinweis und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden, die Gefahr der Chronifizierung besteht. Auch im Alter oder etwa bei der ambulanten oder stationären Pflege ist es wichtig, Pflegebedürftige gezielt nach ihren Schmerzen zu fragen und im Falle eines Falles zu helfen.

„Wir wollen erreichen, dass das Gesundheitssystem für die Schmerzpatienten da ist - oftmals läuft es derzeit leider umgekehrt,“ so Prof. Dr. med. Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. „Gerade im Bereich Schmerz haben wir es bei vielen Millionen Menschen mit einer starken Unter- und Fehlversorgung zu tun. Zwar hat die Gesundheitspolitik, beispielsweise mit der Resolution der jüngsten 88. Gesundheitsministerkonferenz der Länder, wesentliche Signale gesetzt, doch insgesamt bleibt viel zu tun“, so der Schmerzexperte. „Die Patientenperspektive ist enorm wichtig! „Deswegen haben wir viel Material für die Patienteninformation entwickelt, besonders hinweisen möchte ich auf unsere Schmerz-App sowie die gedruckte Patientenbroschüre und unsere Homepage www.dgss.org“, so der Schmerzpräsident.

Folgendes steht schon heute an Tipps und Hinweisen bereit:

• Online-Übersicht über die regionalen Selbsthilfegruppen und Ansprechpartner von SchmerzLOS e.V.
http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/s...
• Telefonische Tipps & Beratung: Von Patienten – für Patienten:
Telefon 04509/879311 Rückrufservice: https://www.schmerzlos-ev.de/service-für-schmerzpa...
• Online-Patienteninformation der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. mit ausführlichen Texten sowie Link zu einem gedruckten Patientenratgeber
http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/
• Patientenratgeber: „Schmerz – eine Herausforderung“ Informationen für Betroffenen und Angehörige, ISBN 978-3-662-48973-4
http://www.springer.com/de/book/9783662489734
• Faltblatt „Schmerzen verstehen: Akuter Schmerz – chronischer Schmerz“, auch mit Möglichkeit des individualisierten Eindrucks der abgebenden Institution/Praxis
http://shop.dgss.org/?s=patientenflyer
• schmerzApp: Erste deutschsprachige App für das Medium Smartphone zu allen relevanten Schnell-Informationen und Kurzartikel rund um das Thema Schmerz, u. a. zu vielen verschiedenen Aspekten von Schmerz, Schmerzerkrankungen und –therapien etc.
Downloadlinks unter www.dgss.org/schmerzapp/

Hintergrundinformation zu den gesundheitspolitischen Handlungsnotwendigkeiten finden Sie hier:
• Dokumentation des jährlich im September stattfindenden Nationalen Schmerzforum
www.Nationales-Schmerzforum.de

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit fast 3.500 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von derzeit 18 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz. Diese Fachgesellschaften repräsentieren rund 100.000 Mitglieder. Zudem wird diese Perspektive erweitert durch die institutionelle korrespondierende Mitgliedschaft der Vereinigung aktiver Schmerzpatienten schmerzlos.eV.

Die Mitgliedschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

Hinweise für die Medien:
Das Aktionstag-Logo können Sie gerne bei Meldungen nutzen, wir freuen uns auf Hinweise auf die für Patienten kostenlose Patientenhotline-Telnr: 0800-18 18 120 am 7. Juni 2016, 9:00 Uhr – 18:00 Uhr)

Ansprechpartener für die Presse:
Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.
presse@dgss.org , www.dgss.org sowie Telefon: 030-39409689-1, Fax: 030-39409689-9
Deutsche Schmerzgesellschaft e. V., Bundegeschäftsstelle, Alt-Moabit 101 b, 10559 Berlin
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