Schatz rein – Müll raus!

Es geht los! Die ersten fleißigen Müllsammler haben ihr Equipment erhalten.
 
An der Sammelstelle 2, einer von fünf Startpunkten, werden die Geocacher begrüßt und mit allen Hilfsmitteln ausgestattet.

Putzmunter am Samstag, 29.3.14 den Wald gesäubert

An einem sonnigen Tag starten hunderte Geocacher zu einer besonderen Tat: Den Misburger Wald in Hannover säubern. Wenn Geocacher einen Cito-Cache suchen, streifen sie durch die Städte und Wälder mit einer besonderen Mission: Müll finden und beseitigen. In einem festgelegten Gebiet wird geputzt und aufgeräumt. Diese Caches sind also besonders gut für die Umwelt. Für die heutigen Schatzsucher wurden auch noch zwei besondere, neue Caches ausgelegt, die zukünftig als Erinnerung dienen sollen.

Die Idee des Geocaching kommt ursprünglich aus Amerika. Der erste Schatz Deutschlands wurde vor vierzehn Jahren in Berlin versteckt. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 2,3 Millionen aktive Geocaches und mehr als sechs Millionen Schatzsucher.

Ein großer Müllberg an rosa Tüten ist heute zusammengekommen. Auch einen alten Fernseher, Fahrräder, Autoreifen, Feuerwehrschlauch und viele andere Sachen haben wir gemeinsam aus dem Wald getragen, damit AHA sie umweltgerecht entsorgen kann. Im Anschluss gibt es Bratwurst und Pommes zum günstigen Preis und alle sitzen glücklich zusammen. Zwischen den Besuchern sind sogar Teilnehmer aus Berlin sowie Geburtstagskinder anzutreffen. Alle freuen sich über die Gemeinschaft, die tolle Aktion und informieren sich zwischendurch an den Ständen zu Themen wie Kinderhospiz, Forstwirtschaft und Stoffverwertung. Für jeden registrierten Sammler spendet aha einen Euro an den „Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in der Region Hannover“, der Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern unterstützt.

„Den Müll anderer zu entsorgen kann richtig Spaß machen - das wurde mit dieser Veranstaltung erreicht. Hier wurde etwas Gutes für die Umwelt getan, und sicher wurde auch das manchmal schlechte Image der "Geocacher, die die Natur zerstören", in der Öffentlichkeit in ein anderes Licht gerückt. Wir sind beim Müll sammeln mehrfach angesprochen worden und es gab Kommentare wie: "das ist sehr lobenswert", "das ist ja eine tolle Aktion". Niemand von uns möchte gerne in einem zugemüllten Wald cachen, und jemand, der den Müll anderer einmal eingesammelt hat, wird sicher nicht selbst gedankenlos seinen Abfall in der Natur entsorgen.“, so die Geocacherin Wombatmann im persönlichen Gespräch.

Dass Geocacher und Förster eine Aktion zusammen betreiben, unterstreicht das gemeinsame Ziel. Die Natur zu schützen aber auch zu genießen und sich in und mit ihr zu erholen ist eine tolle Sache. Wie das Ganze gelingen kann, können Interessierte inzwischen auch in der Empfehlung für naturverträgliches Geocaching in den Niedersächsischen Landesforsten nachlesen (Naturverträgliches Geocaching). Gegenseitiger Respekt und gemeinsame Aktionen stärken die Vertrauensbildung auf beiden Seiten. Das hat sich auch in Misburg gezeigt.

Danke an GeHeimpunkt Schatzsuche (GeHeimpunkt Schatzsuche) und AHA (Abfallwirtschaft Region Hannover) so wie alle fleißigen Helfer für diese gelungene Aktion! Sie ruft nach einer Wiederholung, damit wir auch morgen noch Spaß im Wald haben können! Happy hunting!
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