Ausflugstipp Gehrden: Auf Spurensuche am Berggasthaus Niedersachsen

Am Ende der imposanten Freitreppe erhob sich einst das alte Berggasthaus Niedersachsen.
 
Damwild im Wildgehege auf dem Gehrdener Berg

Gehrden: Gehrdener Berg | Knarzend hält die Linie 10 der Straßenbahn am Fuße des Köthnerberges in Gehrden. Fein gemachte Ausflügler aus Hannover und der Umgebung betreten über die große Freitreppe an der Endhaltestelle die Parkanlage von Julius Trip und genießen von der halbrunden Terrasse den traumhaften Blick über das Calenberger Land zum Deister. Über der Terrasse erhebt sich das Berggasthaus Niedersachsen aus dem Jahr 1898 und lädt zu Kaffee und Kuchen ein. Die Besucher schlendern durch den 14ha großen Park, spazieren im Landschaftsteil des Parks an kleinen Gehölzgruppen vorbei zu Lichtungen und genießen die Pracht des Barockgartens vor dem Berggasthaus. Kinder laufen lachend zwischen den Tischen der Außenterrasse, während Mama und Papa zur Musik der Kapelle unter den Kastanien ihren Kaffee genießen...

So könnte es sich Anfang des 20. Jahrhunderts am Gehrdener Berg zugetragen haben, doch leider ist es mit der Pracht der Tripschen Parkanlage und dem Berggasthaus viel zu schnell vorbei. Das Berggasthaus war von der heutigen ÜSTRA gebaut worden, um mehr Ausflügler in die Linie 10 und auf den Gehrdener Berg zu locken. Die Straßenbahnlinie wird bereits 1950 eingestellt, das verschachtelte Fachwerkgebäude des Berggasthauses 1955 abgerissen, die Gartenanlage verwildert. Die Gaststätte, die ursprünglich Platz für 2.000 Gäste auf einmal bot, kommt in der denkmalgeschützten Stuhlremise des alten Berggasthauses unter und heißt auch heute noch Gäste Willkommen. Die Pracht der alten Parkanlage lässt sich nur noch erahnen. Längst hat sich die Natur durchgesetzt. Von seinem Charme hat der von Julius Trip Ende des 19. Jahrhunderts geschaffene Park aber nichts verloren.


Beeindruckt lassen Ausflügler ihren Blick über das Calenberger Land schweifen, lassen ihre Phantasie spielen, wenn sie über die prächtige Freitreppe wandeln. Für Kinder ist das Damwildgehege ein Anziehungspunkt. Überhaupt nicht scheu kommt das Wild an den Zaun und lässt sich fotografieren. Gleich neben dem Gehege steht die alte Holländerwindmühle aus dem Jahr 1878. Heute hat der Erdholländer zwar keine Flügel und keine Windrose mehr, dafür verbirgt sich aber im Inneren ein Paradies für Kinder. Hier wird der Weg vom Korn zum Brot gezeigt. Ein tolles Erlebnis für Schulklassen und Kindergeburtstage.


Der Julius-Trip Park am Gehrdener Berg ist frei zugänglich und kostenfrei. Parkplätze befinden sich hinter der Gaststätte "Berggasthaus". Die Parkanlage lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Wer den Gehrdener Berg einmal von oben betrachten möchte, kann von hier zum Burgbergturm wandern. Ab Oktober ist der Turm jeden 1. und 3. Sonntag im Monat von 10.00 bis 12.00 Uhr zu besteigen, von März bis September jeden 1. und 3. Sonntag von 14.00 bis16.00 Uhr.

Nicht entgehen lassen sollten Sie sich einen Spaziergang im Ottomar-von-Reden-Park in Gehrden: http://www.myheimat.de/gehrden/freizeit/ausflugsti...

Hier geht es zu weiteren Beiträgen von Parks und Gärten in Niedersachsen: http://www.myheimat.de/themen/parks-und-g%E4rten-i...


Quellen:

"Jeder Tag ist ein Entdeckertag" von der Region Hannover
Homepage der Stadt Gehrden
Homepage Gartenregion Hannover
Infotafel am Berggasthaus

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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Anzeiger für Gehrden & Ronnenberg | Erschienen am 12.10.2011
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Christiane Wolff aus Hannover-Wettbergen am 18.09.2011 um 10:17 Uhr  
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Katja Woidtke aus Langenhagen am 18.09.2011 um 10:34 Uhr  
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Karola M. aus Peine am 19.09.2011 um 20:27 Uhr  
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Katja Woidtke aus Langenhagen am 20.09.2011 um 08:45 Uhr  
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