Der Tag beginnt im Regen....
Gehrden: Gehrden | Auf den Straßen sind kleine Pfützen, in der Nacht hat der Regen
Spuren hinterlassen, die sich sicher im Laufe des Tages
verflüchtigen, doch jetzt am Morgen sind sie noch vorhanden.
Ich nehme meinen Lauf auf, vorbei an einer tropfenden Dachrinne
das Wasser läuft daneben, sickert in die Erde,
sie leuchtet grün, wie die Weihnachtsbäume am Straßenrand.
Bereit zur Abholung, Nieselregen setzt ein.
Schwatzend wie Spatzen kommt mir eine Gruppe Erstklässler
auf ihrem Schulweg entgegen .
Mit ihren Tornistern gleichen sie kleinen
Ameisen, auf ihrer Straße, emsig gehend.
Längst bin ich an ihnen vorüber als ein kleiner Junge versonnen
hinterher stolpert, ja, er stolpert mehr als das er geht.
Immer mit den Augen auf der Erde, so als suche er etwas, ich bleibe stehen um ihn zu beobachten.
Jetzt kann ich erkennen was er sucht, Pfützen.
Mit Genuß nimmt er nun jede Pfütze mit, die er treffen kann, patscht wie ganz
kleine Kinder hinein, so als wollte er sagen:" Das ist meine Pfütze"
Freude , ein Lächeln auf seinem Gesicht, der Schulweg wird länger
langsamer, sicher kommt er zu spät, doch der Genuß die Pfützen
auszukosten, erscheint ihm wichtiger.
Es ist kalt und ich beginne weiter zu laufen, mache mir Gedanken über seine
nassen Füße, hoffentlich holt er sich keine Erkältung, freue
mich darüber, daß so etwas einfaches wie das Springen in Pfützen
einem kleinen Jungen Freude bereitet, in einer Zeit, die nach
größeren Unterhaltungsspielen greift.
Irgendwo habe ich einmal gelesen, daß die Morgendämmerung
zum Tag paßt- nun hoffe ich, daß es stimmt, denn dann würde es ein
guter Tag werden.
M.M.


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