Jahresfahrt der Trekkinggruppe der ‘Strammen Kette‘ aus Gehrden ins Eichsfeld.

Trekkinggruppe an der Rhumequelle
 
Fr. 11.07. Auf dem Weg nach Duderstadt
 
Fr. 11.07. Auf dem Weg nach Duderstadt. Die erste Bergkuppe ist überwunden.
Gehrden: Trekkinggruppe |

Charakteristik: Bergauf und bergab

Die schon traditionelle Jahresfahrt der Trekkingruppe führte vom 11.07. - 14.07. ins idyllische Eichsfeld. Die Anreise erfolgte mit privaten Pkw’s zu dem 133 Km entfernten Ziel.
Mit dabei waren 9 Trekkingfahrer/-innen und 1 Rennradfahrer.
Herrliche Radwege, malerische Dörfer, intakte bäuerliche Infrastruktur und das für Fahrradfahrer nicht immer leicht zu bewältigende hügelige Gelände prägen diesen Landstrich.
Auf unseren 3 Tagestouren legten wir ca. 160 Km zurück und bewältigten ca. 1270 Hm.
Wir übernachteten in Ebergötzen im Gasthaus Jütte und hatten damit einen Volltreffer gelandet. Moderne saubere Zimmer, freundliche Wirtsleute, gutes Essen und ein gemütlicher Biergarten machten den Aufenthalt zum Vergnügen. Dazu noch die Möglichkeit die noch ausstehenden Fußball-WM-Spiele auf einer großen Leinwand zu verfolgen.

Unsere Fahrradtouren im Einzelnen:

Freitag 11.07. Anreise und Duderstadt Runde 55 Km / 470 Hm

Nachdem wir schon am Vormittag unsere Zimmer im Gasthaus belegen konnten, schwangen wir uns bereits gegen Mittag auf unsere Räder und unsere erste Tour begann bei strahlendem Sonnenschein. Schon nach einigen hundert Metern lernten wir eine der Charakteristiken der "Goldene Mark" kennen (*) und zwar in Gestalt eines schweißtreibenden Anstieges über den Klingsberg auf eine Hochebene. Zur Belohnung bot sich ein beeindruckender Rundblick über eine abwechslungsreiche Landschaft: sanfte Hügel soweit das Auge blickte, bewaldete Kuppen, Felder und mehrere kleine Ortschaften.
Dann folgte eine rasante Abfahrt, wieder ein Anstieg und wieder ein schöner Rundblick.
So ging es im Wechsel weiter bis wir über gut ausgebaute Wirtschafts- und Fahrradwege über Seulingen, Nesselröden und Westerode unser Tagesziel Duderstadt erblickten. Schon von weitem fiel unser Blick auf die einzigartige Silhouette Duderstadts. Groß und mächtig ragten die Türme der St.-Cyriakus-Kirche und der St.-Servatius-Kirche empor. Mittendrin das von drei Erkertürmen gekrönte Rathaus, eines der ältesten und schönsten Deutschlands. Am Rande der Stadt angekommen ereilte uns ein heftiger Regenschauer, den wir unter mächtigen Bäumen etwas durchnässt überstanden. Danach kam die Sonne hervor und wir fuhren an wunderschönen Fachwerkhäusern vorbei ins Stadtzentrum. Hier kehrten wir bei einem Italiener ein und konnten im Sonnenschein unsere Sachen trocknen und bei einem guten Mittagsessen den Flair der mittelalterlichen Marktstraße genießen.
Zurück führte uns der Radweg über Mingerrode und Bernshausen am Südufer des Seeburger Sees (**) durch naturbelassene Landschaft, Auewäldchen und Weiden. Die natürlichen Verlandungsbereiche und die naturnahen Nass- und Feuchtwiesen prägen diesen Uferweg. Immer wieder öffnet sich dabei ein Blick auf den See.
In Seeburg angekommen genossen wir bei einem erfrischenden Getränk vor dem 'Graf Isang Restaurant' ausgiebig den Blick auf den See. Gutgelaunt radelten wir dann die letzten 4 Km bis Ebergötzen.
Der schöne Tag wurde durch einen opulenten Grillabend im Biergarten abgerundet.

* Den Namen verdankt das Gebiet seinen sehr fruchtbaren Lößböden.
** Größte Natursee Niedersachsens (wird auch als Auge des Eichsfeldes bezeichnet)


Samstag 12.07. Ruhme Quelle und Einhornhöhle 65 Km / 470 Hm
Wir starteten um 9:30 von Ebergötzen und radelten über die Ortschaft Bodensee und das 1000-jährige Gieboldehausen mit seinem schönen Fachwerk-Schloss in Richtung Südharz. Hinter Gieboldehausen führt der Radweg durch Auenwälder und die naturbelassene Auenlandschaft immer der Ruhme entlang.
Dann hinter Lütgenhausen folgten wir den Radweg Richtung Rhumspringe.
Der Radweg führte uns auf einer ehemaligen Bahntrasse oberhalb der Rhume bis zu einem Wegweiser ’Zur Rhumequelle‘. Es folgte eine steile Abfahrt durch den Wald und schon bald hatten wir unser 1. Tagesziel erreicht.
Die Rhumequelle liegt idyllisch abseits der Straße in einem Waldstück.
Sie ist eine der größten Karstquellen Europas. Aus deren riesigem Quelltopf sprudeln pro Sekunde bis zu 5.000 Liter türkis-blaues Wasser – genug, um damit jeden Bewohner Deutschlands täglich mit zwei Litern zu versorgen.
Nach einem Spaziergang rund um die Quelle radelten wir wieder weiter auf dem Radweg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse durch ein bewaldetes Tal des Rotenberger Höhenzuges führt.
Ab Pöhlde fuhren wir durch Wiesen und Felder und es eröffnete sich ein weiter Blick auf die Wälder und Bergkuppen des Südharzes.
In Scharzfeld angekommen folgten wir den Wegweisern ’Zur Einhornhöhle‘, der größten begehbaren Höhle des Westharzes. Da die Höhle an einem Berg auf 370 m ü. NN liegt und nur über steile Forst- bzw. Wanderwege zu erreichen ist, hieß es an so mancher Stelle absteigen und schieben zumal einige Wegstrecken frisch geschottert waren. Nach dem „schweißtreibenden“ anstrengenden Anstieg gönnten wir uns im ‘Haus Einhorn‘ erstmal einen kleinen Imbiss.
Danach nahmen wir an einer Führung durch die Einhornhöhle teil. Sie begann am niedrigen Eingangsstollen, der sich plötzlich zu einer großen unterirdischen Halle, dem Weißen Saal, öffnet. Während des 270 m langen Rundgangs erfuhren wir Interessantes aus der Vergangenheit der Höhle. Gut zu sehen waren die Inschriften an den Höhlenwänden, die Besucher früherer Jahrhunderte hier hinterließen. Die Führung endete in der Blauen Grotte, wo Deckeneinbrüche eine natürliche Öffnung geschaffen haben.
Den Rückweg gestalteten wir dann anders als geplant da einer unserer Mitfahrer von einem Verwandten in Wulften herzlich zum Kaffee und Kuchen eingeladen wurde. So fuhren wir über Hattorf nach Wulften wo wir bei herrlichstem Wetter und super Gastfreundschaft eine ausgiebige Kaffeepause im Garten einlegten.
Von der Sonne verwöhnt erreichten wir am späten Nachmittag froh und munter das Gasthaus Jütte. Nach einem guten Abendessen ließen wir in fröhlicher Runde den Tag noch einmal Revue passieren ehe wir um 22:00 das WM-Spiel Brasilien-Niederlande verfolgten.



Sonntag 13.07. Heiligenstadt 40 Km / 330 Hm
Auch heute starteten wir um 9:30 von Ebergötzen und radelten erst über das Südufer des Seeburger Sees
über Bernshausen , Westernrode und Nesselröden in südlicher Richtung.
Da der Radweg bis Nesselröden überwiegend dem kleinen Flüsschen Nathe folgte, war es ein Vergnügen durch das sanfte, nur leicht wellige Gelände zu radeln und die Natur zu genießen.
Dann aber ab Nesselröden änderte sich der Wegverlauf entscheidend, vorbei war es mit der gemütlichen Radelei.
Nun führte der Radweg über einen kleinen und zwei größere Bergrücken (bis 350 m hoch) die uns alles abverlangten. Da wir zusätzlich auch noch aus der Ferne Gewittergrollen hörten, traten wir noch schneller in die Pedalen um möglichst trocken Heiligenstadt die Hauptstadt des Eichsfeldes zu erreichen.
Die ersten Tropfen fielen als wir in der Stadt ankamen und wir entschieden uns im Thüringer Hof das Gewitter abzuwarten um dann den Heimweg anzutreten.
Entspannt genossen wir das Mittagsessen - aber es regnete weiter, gelassen genossen wir Kaffee, Eis und Kuchen - aber es regnete weiter und die Wettervorhersage kündigte weitere Regenfälle an.
Was tun? Den Rückweg von 40 Km bei strömenden Regen antreten war keiner bereit.
Dann gelang es uns durch eine geschickte strategische Maßnahme die Autos aus Ebergötzen nach Heiligenstadt zu holen. So kamen wir trockenen Fußes zusammen mit unseren Fahrrädern zurück nach Ebergötzen und genossen das hervorragende Abendessen.
Am Abend verfolgten wir dann das Fußball- Endspiel der WM in Brasilien auf einer großen Leinwand in der umgebauten Kegelbahn des Gasthauses zusammen mit den Nachbarn. Die feucht fröhliche Nachfeier bis spät in die Nacht und die Aussichten auf Regenwetter veranlassten uns die vorgesehene Tour am Montag ausfallen zu lassen und nach Hause zu fahren.


Montag 14.07. Abreise
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Calenberger Zeitung | Erschienen am 21.08.2014
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