45-JÄHRIGES JUBILÄUM DER JUGENDFEUERWEHR LEVESTE-REDDERSE
45 Jahre – 250 Mitglieder – eine Jugendfeuerwehr
Bis heute haben sich jeden Mittwoch am Gerätehaus Leveste im Laufe der Zeit über 250 Kinder und Jugendliche getroffen. Das diesjährige Jubiläum zeigt, dass sich das Konzept „Fifty-Fifty“ in 45 Jahren bewährt hat. Die Ausbildungsdienste gelten natürlich einerseits der Feuerwehrtechnik. Es werden Einsätze geprobt, wasserführende Armaturen erklärt, für Wettkämpfe trainiert – im Winter drinnen, im Frühjahr draußen. Dabei dürfen die anderen 50 Prozent – der Spaß – natürlich nicht zu kurz kommen. Zu den von den Jugendfeuerwehrmitgliedern immer wieder erwarteten Ereignissen zählen vor allen Dingen die Zeltlager: mal im kleinen Rahmen auf Orts- oder Stadtfeuerwehrebene, mal mit 1000 anderen Jugendlichen auf Regionsebene – auch in diesem Jahr wieder in Neustadt am Rübenberge.
Bei der Feier zum 45-jährige Bestehen wurde dieses Mal das Wasser nicht zum Löschen genutzt, sondern zum tragenden Element des Spaßfaktors. Am Samstag, 04. Juni 2011, trafen sich 80 Mitglieder der Jugendwehren des Stadtgebiets bei traumhaften Wetter um 12.00 Uhr im Freibad Goltern. Der Calenberger Canu Club wies die 10- bis 17-jährigen in das Kanupolo ein, bei dem aus Einzel-Kanus Tore geworfen werden sollen – mit dem Paddel oder auch mit der Hand. Danach starteten die Wehren in Sechser-Teams zum Turnier. Nach anfänglichen Schwimmversuchen mancher Kameraden außerhalb der Kanus kamen die Teams schnell ins Spiel. Gehrden wurde zum Tagessieger, nachdem sie sich auch im Luftmatratzenwettrennen gut geschlagen hatten.
Die sieben- bis zehn-jährigen Kleinlöschmeister hatten sich in ihren Disziplinen (Pappbecher mit Wasserpistolen wegschießen, Gegenstände im Wasser suchen, nach Ringen tauchen, Quietscheentchen-Weitspritzen) so gut geschlagen, dass alle drei Gruppen der Stadtjugendfeuerwehr (Leveste-Redderse, Lenthe, Gehrden) zusammen den ersten Platz belegten.
Für die Sieger gab es im Rahmen eines kleinen offiziellen Teils, bei dem die Jugendwarte die Badehose gegen die Uniform tauschten, Freikarten für das Golterner Freibad. Zu diesem besonderen Anlass wurden auch zwei Redderser Kameraden geehrt: Gerold Hohmann, der Anfang der 90er Jahre maßgeblich an der Gründung der Partnerschaft der Levester und Redderse Jugendfeuerwehr beteiligt war und seitdem als Betreuer und Stadtzeltlagerkoch immer mit dabei ist, erhielt von dem stellvertretenden Regionsjugendfeuerwehrwart Markus Scholz das Ehrenabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr. Sein jahrelanger Ortsbrandmeister Jürgen Weiberg, der die Arbeit der Stadtjugendfeuerwehr immer tatkräftig unterstützt, wurde von Statdtjugendfeuerwart Matthias Mötje zum Ehrenmitglied der StadtJF ernannt.
Gegründet wurde die Jugendfeuerwehr Leveste 1966: 14 Jugendliche traten damals unter dem ersten Jugendwart Heinrich Lichte in die JF ein. Unter seiner Führung entwickelte sich eine Jugendgruppe, die nicht nur in der Gemeinde sondern auch im Umkreis als überdurchschnittlich beliebt galt. Durch die gute Ausbildung konnten schon nach kurzer Zeit erste Erfolge der neuen Truppe bekannt gegeben werden und die Leistungsspange als höchste Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr wurde an die ersten Mitglieder verliehen.
Die Levester Jugendwarte übernahmen auch schnell Aufgaben auf höherer Ebene. So wurde im Januar 1972 Heinrich Lichte zum Kreisjugendwart gewählt, wodurch es zu einem Wechsel in der Führung der Jugendfeuerwehr kam. Wilfried Stegen übernahm das Amt des Levester Jugendwarts. Im Oktober 1972 kam es dann zur Gebietsreform der Gemeinden und Leveste gehörte damit zur Stadt Gehrden. Zum ersten Stadtjugendfeuerwehrwart wurde Kamerad Stegen gewählt.
Wilfried Stegen führte die Jugendfeuerwehr bis Januar 1975 und wurde von Dieter Stahl abgelöst. Aus beruflichen Gründen gab dieser das Amt im August 1976 wieder ab. Zu seinem Nachfolger wurde der 16-jährige Kamerad Manfred Mötje gewählt und er ist es mit Leib und Seele bis heute. Für diese außerordentliche Engagement wurde er zahlreich geehrt: Er erhielt die Floriansmedaille von der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF), die Ehrenadel in Silber zum 35-jährigem Jubiläum und 2010 die Ehrennadel in Gold der Deutschen Jugendfeuerwehr, die höchste Auszeichnung der DJF.
1993 wurde die Jugendarbeit auf die Feuerwehr Redderse erweitert. Die Ausbildung der Kinder aus Redderse in der Jugendfeuerwehr Leveste ist zu einem Garant der Nachwuchsförderung der beiden Feuerwehren geworden. 1996 wurde die Jugendarbeit noch mehr ausgeweitet. Man machte sich Gedanken, wie man auch schon jüngere Kinder für die Feuerwehr gewinnen kann, und so wurden die
Kleinlöschmeister (KLM) gegründet. In dieser Vorgruppe zur Jugendfeuerwehr können Kinder ab 7 Jahren spielerisch auf die Jugendfeuerwehr vorbereitet werden. Ein Konzept das Nachahmer in ganz Niedersachsen fand.
Außergewöhnliche Jubiläen:
Zu seinen Jubiläen ließ sich die Jugendfeuerwehr Leveste schon immer etwas besonders einfallen. Das 10-jährige Bestehen wurde zum Beispiel mit einem Zeltlager auf dem Levester Sportplatz mit allen Jugendfeuerwehren aus dem Stadtbereich Gehrden und einer Jugendgruppe des Jugendrotkreuz Syke/Tristingen (Grafschaft Hoya) gefeiert. Das 15-, 20- und 25-jährige Bestehen wurde mit einem Zeltfest zusammen mit dem Musikzug gefeiert. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums 1996 wurde eine Scheunenfete und ein Orientierungsmarsch durchgeführt.
Das 35-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr und das 5-jährige Bestehen der Kleinlöschmeister wurde mit einem Zeltlager und einem „Spiel ohne Grenzen“ auf dem Sportplatz gefeiert. Zu Gast waren alle Jugendfeuerwehren und Kleinlöschmeister aus dem Stadtgebiet Gehrden und mehrere Mannschaften des TV Jahn Leveste. Der zu diesem Anlass gegründete Förderverein unter der Leitung des Gründungsjugendwartes Heinrich Lichte hatte eine riesige Überraschung für die Jugendlichen: Es gab nicht nur Glückwünsche, sondern auch für die Ausbildung eine „TS 2/5“- Pumpe.
Zum 40-jährigen ging es dann dank des Fördervereins mit Bussen für fünf Tage ins Euro-Disneyland Paris.




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