Zehnkämpfer stiehlt Spezialisten die Show

Eigenwillige Technik: Hochsprungsieger Fernand Djoumessi (Foto: Hubert Lödding)
Zum 16. Mal fand das FHDW Springer-Meeting in Garbsen statt und auch in diesem Jahr war es Organisator Bernd Rebischke gelungen, Spitzenleichtathleten nach Garbsen zu locken.
Immer wieder wurden die rund 600 Zuschauer, darunter Bürgermeister Dr. Christian Grahl und Prof. Dr. Karl Müller-Siebers, der Leiter der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW), von Beginn an der Hauptsponsor der Veranstaltung, von den beiden Moderatoren Hardy Gnewuch aus Halle und Reiner Dismer (Garbsen) zum rhythmischen Klatschen aufgefordert. Die Sportler dankten es mit tollen Leistungen.
Ein Höhepunkt war das Weitsprungduell der Zehnkämpfer mit den Spezialisten. Auf der einen Seite der Deutsche Hallenmeister im Weitsprung und 7. der Hallen-EM Alyn Camara aus Leverkusen und der Deutsche Hallenvizemeister Julian Howard aus Karlsruhe, auf der anderen Seite der amtierende Vizeweltmeister im Zehnkampf Michael Schrader (Hessen Dreieich) und der Olympiasechste Rico Freimut aus Halle. Nach drei ungültigen Versuchen war für Alyn Camara der Wettkampf beendet. Dafür glänzte Michael Schrader mit der neuen deutschen Jahresbestleistung von 7,80 m. So sehr sich Julian Howard auch bemühte, mehr als Rang 2 mit 7,68 m sprang für ihn nicht heraus.
Im Weitsprung der Frauen überraschte Annika Gärtz (LV 90 Erzgebirge) mit 6,41 m, sie verfehlte die Qualifikationsweite für die U 23 EM in Tallinn (Estland) nur knapp.
Hochsprungsieger wurde der Silbermedaillengewinner der Afrikameisterschaften Fernand Djoumessi aus Kamerun mit 2,21 m. Nach langer Verletzungspause meldete sich Raul Spank, der WM-Dritte von Berlin mit 2,12 m und Platz 3 zurück. Torsten Sanders (Leverkusen) stellt die Deutsche Jahresbestleistung in der Klasse U 20 mit 2,12 m ein, Stefan Tigler aus Wesel gelang mit 2,04 m sogar eine neue Deutsche Jahresbestleistung in der Klasse U 18.
Die Deutsche Vizemeisterin Alexandra Plaza aus Köln gewann den Hochsprungwettbewerb der Frauen mit 1,78 m. Hier nahm auch der armamputierte Reinhold Bötzel (LG Hannover) teil. Mit 1,72 m schaffte er die Qualifikation für die Paralympics.
Den Dreisprung der Männer gewann der Deutsche Hallenmeister Martin Groschopp (LV 90 Erzgebirge) mit 15,67 m. Er wurde allerdings vom U 20 Sieger Max Heß (Chemnitz) mit 15,78 m übertroffen. Für den Silbermedaillengewinner der U 20 WM in Eugene (USA) bedeutete das nicht nur neue Deutschen Jahresbestleistung, sondern auch Quali für die U 20 EM. Auch Christoph Garritsen (Münster) übertraf mit 15,26 noch die Norm.
Bei den Frauen siegte Eva Linnenbaum (Düsseldorf) mit 13,15 m.
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