Neueste wissenschaftliche erkenntnisse: SALZ IST WASSERLÖSLICH !!!

pressekonferenz Asse II-koordinationskreis 01
 
pressekonferenz Asse II-koordinationskreis 02

Eine schier unglaubliche entdeckung scheint deutschen wissenschaftlern gelungen zu sein:

Der nachweis, dass unser deutsches ( stein-) salz sich in wasser oder anderen flüssigkeiten einfach auflöst !

Die langwierigen und hochkomplexen untersuchungsreihen, in die experten aus bundesumweltministerium, bundesumweltamt und niedersächsischem umweltministerium eingeschaltet gewesen sind, sind erfolgreich abgeschlossen worden. Allerdings, so flüstern insider hinter vorgehaltener hand, dürfen diese ergebnisse so lange nicht veröffentlicht werden, bis der niedersächsische umweltminister, ein herr namens Sander, sie in mühevoller arbeit akribisch durchgelesen UND verstanden hat. "Und das kann dauern", ist die einhellige meinung wohl unterrichteter kreise.


Die ASSE, ein kleiner bergzug in der nähe der Stadt Wolfenbüttel. Der name Asse steht seit jahrzehnten für ein herrliches wandergebiet. das von bewohnerInnen des großraums Braunschweig als erholungsgebiet genutzt wird. Schon meine eltern sind von Braunschweig mit dem fahrrad ( ! ) an wochenenden dorthin gefahren. Heute ist die Asse zu großen teilen naturgeschützt und bietet den spaziergängerInnen vielfältige flora und fauna.
Dass in der Asse lange zeit salz abgebaut worden ist, bezeugen die beiden schachtanlagen Asse I und Asse II.

Vor einigen jahren ist die aberwitzige idee entstanden, in der schachtanlage Asse II radioaktiven abfall einzulagern. Salz ist sicher ! Heute sind die schächte voll gestopft mit behältern, die für millionen von jahren dort lagern sollen.

Niemand hat sich ernsthaft gedanken gemacht, ob es sinnvoll ist, dass radlader die tonnen und anderen behältnisse aus großer höhe in tiefer gelegene schächte hinunterkippen, dass mit schweren geräten über die fässer drübergefahren worden ist, damit mehr oder weniger ebene flächen entstehen. Und völlig unbekannt ist den verantwortlichen, dass durch derartige behandlung auch die stabilsten behälter beschädigt werden könnten. Solche behauptungen entstammen wirren köpfen, die niemand ernst nehmen könne.

Das salz ? Gilt schon lange als sicherstes einlagerungsmaterial für radioaktiven müll. Weiß doch jedes kind.

Man sollte meinen, dass die tatsache des seit bestehen der schachtanlage einströmenden wassers diese experten doch erschreckt haben könnte. Mitnichten.

Man sollte meinen, dass die tatsache, dass salz sich in wasser aufzulösen vermag, auch von den experten anerkannt wird. Mitnichten.

Rund 12000 tausend liter wasser pro tag – Zum vergleich: Sie kennen die sogen. 12-tonner, die über unsere straßen donnern ? – sickern in den schacht ASSE II. Dass die müllbehälter nach jahren ihren radioaktiven inhalt noch sicher schützen, behauptet niemand mehr. Und niemand widerspricht den warnerInnen und warnern, wenn sie befürchten, dass das grundwasser in absehbarer zeit radioaktiv verseucht werden wird.

Wer aber nun annimmt, dass bundesumweltminister Röttgen und sein niedersächsischer kollege die probleme der einlagerung radioaktiven mülls im salzbergwerk der Asse ernst nehmen, sieht sich getäuscht. Nichts tut sich seitens dieser herren !

Liest man sich die verlautbarungen der bürgerinitiativen, die sich rund um die Asse gebildet haben und sich seit jahren bemühen, die beiden amtsschimmel in bewegung zu setzen, stehen einem die haare zu berge.
Fest steht, dass sich niemand vorherzusagen traut, wie lange die schachtanlage ASSE II überhaupt noch „hält“, also nicht in sich zusammenbricht und damit eine rückholung völlig unmöglich macht.

Die zwingende forderung, den müll so schnell wie möglich aus dem bergwerk herauszuholen, um umweltkatastrophen großen ausmaßes zu verhindern, wird behindert, verschleppt, vertagt. Es gibt noch nicht einmal einen ernst zu nehmenden ablaufplan, mit dessen hilfe in den nächsten monaten mit der rückholung begonnen werden könnte.
Die bürgerinitiativen verlangen seit monaten eine entsprechende projektplanung, in deren rahmen unverzüglich die beschaffung der bergetechnik ( Wer möchte den radioaktiven müll schon mit schaufel und spitzhacke berabeiten ? ), der aufbau entsprechend ausgebildeten personals und die erstellung eines schnell zu vollziehenden regelwerks geleistet werden muss.

Fazit: Jedes gramm herausgeholten atom-mülls ist ein mehr an sicherheit der menschen, die in der umgebung der Asse leben.



Bezug dieses artikels: pressekonferenz des Asse II-Koordinationskreises am 3.1.2012 in Hannover;
weitere informationen: www.asse2.de / www.asse-watch.de

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