Büttners Tagung brachte seltene Gemeinsamkeiten: Neue Initiative für Anerkennung von Gesundheitsschäden
Das schlimme Schicksal von SED-Opfern führte auf einer Fachtagung in Hannover zu seltenen Gemeinsamkeiten: Eine mit Politikern von Regierungs- und Oppositionparteien partitätisch besetzte Diskussionsrunde, hat sich für neue Initiativen für eine verbesserte Anerkennung von Gesundheitsschäden bei Opfern der SED-Diktatur ausgesprochen.
Die Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Maria Flachsbarth (CDU), Katja Keul (Bündnis 90/Die Grünen), sowie FDP-Landesvorsitzender Dr. Stefan Birkner und die SPD Landtagsabgeordnete Weddige-Degenhard werden versuchen über ihre Parteien die großen Unterschiede bei der Anwendung der Bundesgesetze in den Ländern zu bereinigen. Dazu sollen verschiedene Beweiserleichterungen angewandt werden. Die Beurteilung sollte vor allem nur noch von solchen Gutachtern erfolgen, welche ausreichende Kenntnisse von den schädigenden Haft- und Verfolgungsbedingungen in der SED-Diktatur tatsächlich haben.
In einer stundenlangen Fachdiskussion hatten die aus mehreren Bundesländern angereisten DDR-Opfer zuvor mit Psychologen, Fachanwälten und Sachverständigen ihre bedrückenden Leidensgeschichten dargestellt und nach
Perspektiven gesucht, wie es zu einer verbesserten Anerkennung von Haft- oder Verfolgungsbedingten Gesundheitsschäden kommen kann. Die Fachtagung wurde von zwei Netzwerken für SED-und Stasiopfer und dem Bildungswerk Hannover der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet. Die Leitung der Tagung lag in Händen des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Hartmut Büttner.


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