Künftig gilt: Sitzen erlaubt, Alkohol trinken verboten. Das Foto stammt aus einem Beitrag von Petra Pschunder.
Alkoholkonsum soll am Berenbosteler See (Garbsen) künftig verboten werden. Das berichtet die Leine-Zeitung in ihrer Freitagausgabe. Nach massiver Kritik von Anwohnern hatte der zuständige Umweltausschuss seine Sitzung unterbrochen und schließlich empfohlen, das ursprünglich nur für Stadt- und Bürgerpark geplante Alkoholverbot auf den Berenbosteler See auszudehnen. Der Rat der Stadt muss der neuen Satzung noch zustimmen, damit sie wirksam wird.
Grillen soll dagegen erlaubt bleiben. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Kritik an der Vermüllung am See gegeben, u.a. von Dagmar Strube. Im Vorjahr hatten wir an dieser Stelle bereits darüber diskutiert, ob Parkranger dort Streife laufen sollen.
Wie seht Ihr das: Ist das Alkoholverbot sinnvoll, um dem Müll- und Vandalismusproblem Herr zu werden? Oder gibt es Alternativen?
Wer den See kennt, weiß es ist der letzte ökologisch intakte und öffentlich zugängliche See Garbsens, in dessen Umfeld eine ausgesprochen starke
Artenvielfalt zu finden ist und wo vom Gesetz streng geschützte und sehr seltene Tierarten leben. Daher ist sehr es wichtig, dass das Gebiet als Naherholungsraum im Einklang mit der Natur genutzt wird, damit auch noch nachfolgende Generationen davon profitieren können.
Es waren übrigens nicht nur (wie in der Presse verkündete) Anwohner, sondern ich betone viele "Freunde des Berenbosteler Seees" in der Ausschuss-Sitzung zugegen.
Tatsache ist, derartige Diskussionen wären nicht notwendig, wenn die Menschen Naherholungsräume friedlich nutzen würden und diese anschließend genauso wieder verlassen würden, wie sie es vorgefunden haben, sprich ihren ganzen Müll wieder mit nach Hause nehmen würden.
Doch leider sind die Probleme der Vermüllung inkl. der Hinterlassenschaften aufgrund von fehlenden sanitären Einrichtungen und dem Vandalismus nicht von der Hand zu weisen und auch nicht die daraus entstehende Gefährdung von Pflanzen, Tieren und Menschen!
Meiner Meinung nach wird das Alkoholverbot nichts an dem Problem des Mülls ändern. Warum sollte jemand, der seinen Müll in der Gegend liegen lässt, auf Alkohol verzichten. Sollte jemand zum kontrollieren vorbei schauen, wird er eben kurzzeitig versteckt. Auch Vandalismus wird ein Alkoholverbot nicht verhindern. Auf jeden Fall leidet die Natur und die Tiere darunter.
Die Angelegenheit scheint für die Verantwortlichen auch nicht sehr wichtig sein, denn sie müssen nach den diversen Saufgelagen und Grillfeten, dort nicht sauber machen. Den Müll beseitigen dann Stadtangestellte oder besorgte Tier- und Naturschützer. Vielleicht sollten die Entscheidungsträger selber mal dort für Ordnung sorgen müssen... Es macht sicher keinen Spaß dort durch Müllberge zu laufen, statt sich wie in einem Naherholungsgebiet üblich sich an der Natur zu erfreuen und auszuspannen.
Das letzte Wochenende im April war das gleiche Problem am Altwarmbüchener See. Es war schlimm. Lauter Glasscherben lagen dort auf dem Weg und vermutlich auch im Sand am Strand. Ob dort Barfußlaufen noch möglich ist?
Ob ein Alkoholverbot etwas nützt - großes Fragezeichen! ?!?!
Laufende Kontrollen wären dann ebenfalls notwendig. Und es ist ja nicht nur der Alkohol! Es ist die Einstellung dieser Leute zur Umwelt !
Gleiches Problem: Geschwindigkeitsbeschränkungen! Dort; wo nicht kontrolliert wird, gibt es immer die gleichen Raser. Gesetze sind immer nur fürdie anderen da!
Das Grillen wurde inzwischen erlaubt, aber ohne Alkohol. Ich habe mir den Park rund um den Berenbosteler See gestern angeschaut. Hier habe ich einen Bericht dazu verfasst: http://www.myheimat.de/garbsen/natur/grillplatz-am...
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